Bestnoten für den Dorstener Wochenmarkt

Gutachter gibt Empfehlungen

Die Abstimmung mit den Füßen belegt es Woche für Woche. Dorstens Markt ist eine Attraktion, die keinen Vergleich zu scheuen braucht. Dies bestätigt jetzt eine aktuelle Untersuchung.

DORSTEN

26.04.2012, 18:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Wochenmarkt in Dorsten bekommt auch sehr zur Freude von Andreas Unnebrink gute Noten. Aber mittelfristig sollte das Sortiment aufgefrischt werden, empfiehlt ein Gutachter.

Der Wochenmarkt in Dorsten bekommt auch sehr zur Freude von Andreas Unnebrink gute Noten. Aber mittelfristig sollte das Sortiment aufgefrischt werden, empfiehlt ein Gutachter.

Das CIMA-Team von Gutachter Michael Karutz hatte dazu sowohl die Marktbeschicker wie die Kunden befragt. Heraus kam, dass Dorsten im Vergleich mit weiteren Mittelstädten wie Herten, Brühl und Bergisch-Gladbach die besten Noten erntete.

Tradition, Frequenzdichte, Atmosphäre, Standort - dies alles waren Pluspunkte, die für den Dorstener Markt sprachen. Von den Kunden lobend hervorgehoben wurden auch die Aktions-Samstage, bei denen das Marktfrühstück und die Schultüten-Aktion ganz oben in der Beliebtheits-Skala landeten.Gute Zusammenarbeit

Vom Gutachter gab es ein Zusatz-Kompliment für die Kooperation zwischen Händlern, Kaufmannschaft und Verwaltung: "Wichtig ist, dass eine Stadt sich so um ihren Markt kümmert." Allerdings erklärte Karutz auch: "Noch ist in Dorsten die Welt in Ordnung. Aber es gibt ein paar Signale wo man aufpassen und gegensteuern muss."

Kunden seien preisempfindlich, man müsse daher der Discounter-Konkurrenz standhalten. Allerdings, so Karutz, nicht mit Dumpingpreisen und minderwertigen Waren, wie sie leider die Textilstände überwiegend in der Lippestraße prägten, sondern mit gezielten Frische-Angeboten: "Eine besondere Profilierung mit ökologischen Waren könnte noch relevant werden."

Spezialitäten am Montag?

Mehr regionale und Bio-Erzeugnisse, das sei ein Rezept, über das man nachdenken solle. Und über eine Spezialisierung des Montagsmarktes, der gegenüber dem Donnerstag und Samstag etwas abfalle und ein wenig Pep gebrauchen könne. Bessere Regelungen für Sonderveranstaltungen und weniger Konflikte mit der Gastronomie seien außerdem Wünsche, deren Erfüllung dem Markt gut tun würden.

Die bequeme Erreichbarkeit spiele ebenfalls eine Rolle. Nur 2,8 Prozent der Kunden, so Michael Karutz, nutzen den ÖPNV, 16 Prozent kommen mit dem Rad, 23 Prozent zu Fuß und fast 60 Prozent mit dem Auto.

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