Besuch der Wunschschule klappt nicht immer

Anmeldezahlen liegen vor

Nicht alle Eltern können ihre i-Männchen an ihrer Wunsch-Grundschule unterbringen. So wird die Albert-Schweitzer-Grundschule im Dorf Hervest an der Glück-Auf-Straße voraussichtlich fünf Kinder ablehnen müssen.

Dorsten

, 05.12.2016, 18:04 Uhr / Lesedauer: 1 min

"Wir haben große Raumnot und es ist uns nicht möglich, dreizügig zu fahren" - das schickte Schulleiterin Burgi Beste am Montag voraus, bevor Eltern eine schriftliche Absage bekommen. 61 Kinder wurden angemeldet, nur 56 wird die Albert-Schweitzer-Schule aufnehmen können. Unter den angemeldeten Kindern befinden sich laut Information von Burgi Beste Kinder, die nicht in der unmittelbaren Nachbarschaft ihrer Grundschule im Dorf Hervest wohnen.

"Es hat 16 Anmeldungen aus dem Bereich der Augustaschule Hervest, zwei von Kindern aus dem Bereich der Antoniusschule Holsterhausen und eine von einem Kind aus dem Bereich der Pestalozzischule Hardt gegeben" - das geht aus einer Vorlage des Schulausschusses hervor, der am Montag (12.12.) um 17 Uhr, im Rathaus, Halterner Straße 5, zusammenkommt.

Zuerst Kinder aus nahegelegenen Wohnbezirken

Bei der Auswahl der Schüler gilt nach Information von Schulleiterin Burgi Beste folgende Reihenfolge: zunächst die Kinder aus den nahegelegenen Wohngebieten, dann die Berücksichtigung von Geschwisterkindern, zuletzt Kinder, die aus anderen Ortsteilen zur Albert-Schweitzer-Grundschule kommen sollen.

Dass Eltern so weit über die Grenzen ihres Wohnviertels schauen, ist nicht verwunderlich. Schuleinzugsbezirke gibt es nämlich nicht mehr. So wurden in der Wilhelm-Lehmbruck-Grundschule in Östrich laut Auskunft von deren Leiterin Heike Lippert-Knospe auch Kinder aus Wulfen angemeldet.

„Es ist kein außergewöhnlicher Vorgang, dass nicht alle angemeldeten Kinder angenommen werden können. In der Vergangenheit hat es das auch an anderen Schulen gegeben“, teilte der stellvertretende Pressesprecher der Stadt, Ludger Böhne, auf Anfrage mit. Eine kleine Hoffnung bleibt den Eltern, deren Kinder nicht aus dem Viertel der Albert-Schweitzer-Schule kommen: dass die Anmeldungen für vorzeitige Einschulungen zurückgezogen werden oder Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf eine Förderschule besuchen. 

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