Älter und geschrumpft: So sieht Dorsten im Jahr 2040 aus

rnBevölkerungsentwicklung

Der Landesbetrieb IT.NRW hat eine Bevölkerungsprognose für alle NRW-Städte erstellt. Der Anteil der über 80-Jährigen in Dorsten wird sich demnach bis 2040 fast verdoppeln.

Dorsten

, 17.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Im Jahr 2040 werden in Dorsten erstmals seit Langem wieder weniger als 70.000 Menschen leben. Die Einwohnerzahl der Lippestadt verringert sich laut Berechnungen des Statistischen Landesamts IT.NRW von 75.252 im Jahr 2018 auf 69.723. Das entspricht einem Rückgang um 7,3 Prozent.

Damit ist Dorsten in guter Gesellschaft. Wie die Statistiker errechneten, steigt nur rund in jeder dritten Gemeinde und kreisangehörigen Stadt in Nordrhein-Westfalen die Einwohnerzahl bis 2040 an. Rückgänge sind demnach in 254 von 373 kreisangehörigen Städten und Gemeinden zu erwarten.

Geburtendefizit in fast allen Kreisen und kreisfreien Städten

Das liegt vor allem daran, dass die Zahl der Sterbefälle die der Geburten übersteigt. „Durch dieses Geburtendefizit ergibt sich für fast alle kreisfreien Städte und Kreise ein Bevölkerungsrückgang“, heißt es in dem Bericht. Am stärksten trifft diese Entwicklung den Kreis Wesel, der durch einen Überschuss an Gestorbenen bis 2040 12,2 Prozent seiner Bevölkerung verliert. Es folgen der Ennepe-Ruhr-Kreis (-12,1 %), die kreisfreie Stadt Bottrop (-12 %) und der Kreis Recklinghausen (-11,6 %).

Deutlich wird auch, dass die Bevölkerung immer älter wird. Den größten Rückgang verzeichnet Dorsten laut den Berechnungen in der Altersgruppe 25 bis 40 Jahre, die von 2018 bis 2040 um mehr als ein Viertel schrumpft. Zuwachs wird lediglich in den Altersgruppen 65 bis 80 Jahre (+17,9 %) und 80+ erwartet. Der Anteil der über 80-Jährigen in Dorsten steigt demnach in den kommenden 21 Jahren um mehr als 80 Prozent. Treffen die Prognosen zu, wird 2040 also rund jeder achte Dorstener 80 Jahre oder älter sein.

Die im Schnitt ältesten Menschen Nordrhein-Westfalens leben laut IT.NRW im Jahr 2040 im Kreis Höxter (Durchschnittsalter 49,4 Jahre), gefolgt vom Kreis Wesel (49,3 Jahre). Das Durchschnittsalter im Kreis Recklinghausen wird dann zwischen 47,5 und 48,5 Jahren liegen. Am jüngsten ist die Bevölkerung im Jahr 2040 in Münster (42,9 Jahre).

Kreisweit geht die Bevölkerung bis 2040 am stärksten in der Stadt Recklinghausen und in Datteln zurück (jeweils -10,2 Prozent), gefolgt von Oer-Erkenschwick (- 8,2 %) und Dorsten (-7,3 %). Die einzige Stadt im Kreis Recklinghausen, der die Statistiker einen Bevölkerungzuwachs prognostizieren, ist Gladbeck (+ 3,3 %).

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