Bismarckstraße: Am 27. Juni gibt's die Vollsperrung

Zwei Jahre Bauzeit

Das Brückenbauwerk über die Bismarckstraße wird beseitigt und die Kreisstraße 41 angehoben: Am Montag (27. Juni) wird die Kreuzung in Dorsten voll gesperrt, der Verkehr umgeleitet. Die Bauzeit gibt der Kreis Recklinghausen als Bauträger mit zwei Jahren an.

Dorsten

07.06.2016, 11:58 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bismarckstraße: Am 27. Juni gibt's die Vollsperrung

Die Eisenbahnbrücke über der Bismarckstraße wird im Zuge der Bauarbeiten an der Kreisstraße abgerissen, die Straße an dieser Stelle um 4.30 Meter angehoben, um Bergsenkungen auszugleichen.

Mit dem sichtbaren Start der Bauarbeiten vor Ort – Baustelleinrichtung, Materialanlieferungen, Abräumen und Freimachen des Baufeldes -  ist ab dem 13.Juni 2016 zu rechnen. Der Beginn der Vollsperrung ist für den 27.06.2016 terminiert.

Da die neue Fahrbahn künftig auf der Höhe der ehemaligen Gleise der jetzt noch stehenden Brücken liegen wird, erstreckt sich der Baustellen- und Anpassungs-bereich von der „Hohefeldstraße“ bis zur Kreuzung „Grüner Weg“. Neben den reinen Straßenbaumaßnahmen sind auch umfangreiche Kanalbauarbeiten erforderlich, die bis zum Gemeindedreieck (B 224) reichen. Der Radweg der Römer-Lippe-Route auf der ehemaligen Zechenbahntrasse erhält auf der K 41 eine separate Querungshilfe.

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Mit der Einstellung des Betriebes der Zeche „Fürst Leopold“ um die Jahrtausend-wende wurde unter anderem auch die Wasserhaltung für das Bergwerk heruntergefahren, was zu einer deutlichen Verschlechterung Entwässerungssituation unter dem Brückenbauwerk führte. Das aus den 1970er Jahren stammende Drainagesystem unter der Fahrbahn konnte die steigenden Grundwassermengen immer weniger bewältigen.

Wasser läuft über Gehwege

Die Folgen sind allgemein bekannt: Wasser läuft über die Geh- und Radwege sowie die Fahrbahn. Im Winter müssen die Verkehrsflächen wegen Glatteisgefahr oft teilweise gesperrt werden. Das Pumpwerk, das das anfallende Wasser zur Lippe befördert, soll aus Alters- und Kostengründen aufgegeben und durch einen neuen Entwässerungskanal im freien Abfluss ersetzt werden.

Das Anheben der „Bismarckstraße“ zieht auch Höhenveränderungen an der Kreuzung mit den Straßen „Am Güterbahnhof“ und  „Am Holzplatz“ nach sich. Die Kreuzung wird im Zuge der Maßnahme zu einem Kreisverkehr umgestaltet.

Die Planung wurde durch die Ing.- Sozietät ISW GmbH aus Borken erstellt. Für die Bauausführung erhielt das Angebot der Fa. BLR-Bau GmbH aus Münster den Zuschlag.

Die Kosten in Höhe von ca. 2,2 Mio Euro werden vom Kreis getragen, der dazu jedoch Zuschüsse vom Bund und vom Land erhält. Kostenbeteiligt sind auch die DB AG beim Brückenabriss, die RAG im Zusammenhang mit Bergschäden und der RVR für die Radwegequerung.

Die Maßnahme wird in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Dorsten durchgeführt. Eine Baustelle dieser Größe auf einer überregionalen Verkehrsverbindung stellt einen unausweichlichen Eingriff in Bezug auf sämtliche Verkehrsteilnehmer des Ziel-, Quell- und Durchgangsverkehr dar.

Die gesamte Bauzeit

Die „Bismarckstraße“ wird nahezu über die gesamte Bauzeit zwischen der „Halterner Straße / Borkener Straße“ und dem „Grünen Weg“ vollständig gesperrt werden. Der Durchgangsverkehr wird ab den Kreisverkehr „Luner Weg“ / „An der Wienbecke“ über die neue Querspange „Fürst-Leopold-Allee“ zur „Halterner Straße“ - und umgekehrt - umgeleitet. Das Gewerbegebiet „Am Güterbahnhof“ wird nur noch über die „Hohefeldstraße“ erreichbar sein, die von der B 224- Borkener Straße aus befahren werden muss. Der Bereich „Am Holzplatz“ erhält eine signalisierte Anbindung an die „Halterner Straße“. Die Verkehre der Marienstraße werden über eine Lichtsignalanlage auf der Borkener Straße abgeleitet.

Viele andere Aspekte sind darüber hinaus im Detail zu klären: die Rettungswege, die Abbindung bzw. Umleitung des ÖPNV, die Parksituation, die Führung des Radverkehrs, temporäre Ampeln u. v. m.Dazu wird derzeit durch die Verkehrssicherungsfirma ein umfassendes, stufenweises Konzept (entsprechend dem Baufortschritt) erstellt und mit allen zuständigen Beteiligten abgestimmt. Dieses Konzept soll Anfang der 25. Kalenderwoche auch in einer weiteren, öffentlichen Veranstaltung den betroffenen und interessierten Bürgern vorgestellt werden, um ggf. auch noch Anregungen zur Verbesserung einarbeiten zu können.

 

 

 

 

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