Bismarckstraßen-Umbau bis Dezember fertig

Aktueller Zeitplan

Seit Sommer 2016 laufen die Baumaßnahmen auf dem 750 Meter langen Teilstück der Bismarckstraße/Kreisstraße 41 zwischen Gemeindedreieck und Grüner Weg. "Wir sind ein gutes Stück vorangekommen", lautet die aktuelle "Wasserstandsmeldung" der Bauleitung. Bis zum 1. Dezember soll alles fertig sein. Und dann haben die ständigen Überflutungen ein Ende.

Dorsten

, 09.08.2017, 14:37 Uhr / Lesedauer: 2 min

Denn die Bismarckstraße, die Hauptverkehrsachse zwischen Innenstadt und Hervest in Richtung Norden, ist nah am Wasser gebaut. Die tägliche Wasserstandsmeldung aus drei Grundwassermessstellen ist für die Bauleitung auf der Großbaustelle Bismarckstraße existenziell.

„Die Pumpen sind abgestellt, das Pumpwerk weg und wir beobachten jetzt, wie das Wasser an der tiefsten Stelle ansteigt, bis es seinen ursprünglichen Stand erreicht hat, sagt Bernd Rademacher, Bauleiter der Firma BLR, auf Anfrage. „Normalerweise läge der Wasserstand unter der alten Eisenbahnbrücke, die ja schon abgerissen worden ist, jetzt bei zwei Metern“, verdeutlicht Rademacher, welche Auswirkungen das Abstellen der Pumpen ohne weitere Eingriffe nach allen Regeln der Bauingenieurskunst gehabt hätte.

Die Eisenbahnbrücke (Foto unten) hatte seinerzeit eine Durchfahrthöhe von 4,30 Metern, bei zwei Metern Wasserstand wäre außer für tüchtige Schwimmer nicht mehr viel Platz für den Autoverkehr geblieben. Deshalb habe sich der Kreis auch zu umfassenden Reparatur- und Sanierungsmaßnahmen entschlossen, um das leidige Problem, hervorgerufen durch den Bergbau, zu beseitigen. „Sobald das Grundwasser sein normales Niveau erreicht hat, werden wir den Deckel draufsetzen“, sagt Rademacher.

Wegen Berücksichtigung von Naturschutzauflagen hätten sich die Bauarbeiten um zwei Monate verzögert. Wann die Bismarckstraße wieder freigegeben werden kann und ob das wohl noch in 2017 der Fall sein wird, „das weiß allein der Himmel“, sagt Rademacher. Womit der Bauleiter der Firma BLR mit „dem Himmel“ nicht die ungewisse Zukunft meint, sondern den gleichnamigen Diplom-Ingenieur Volker Himmel, der für das Borkener ISW-Baubüro und im Auftrag des Kreises Recklinghausen die Berechnungen und Planungen für die Großbaustelle K 41/Bismarckstraße angestellt hat. Geplant wird jedenfalls mit dem 1. Dezember.

Im Nacken sitzen den BLR-Leuten die Versorger: „Sie sind am Gemeindedreieck schon fertig und wollen natürlich auch weiter nach Norden vorrücken“, so Rademacher. Vom Gemeindedreieck bis zur Hohefeldstraße präsentiert sich die Bismarckstraße aktuell mit neuer Kanalisation und Versorgungsleitungen, mit einer schwarzen Teerdecke sowie östlich und westlich der Straße mit neuen Fuß- und Radwegen (Foto oben). Etwas mehr als ein Drittel der Wegstrecke liegt hinter den Beteiligten, die sich momentan noch mit Baggern in Höhe der ehemaligen Gaststätte „Wolf“ (Foto unten) durch den Sand wühlen. „Bis Ende September wollen wir bis zum Parkplatz Zollern den Boden auffüllen.“

Bis zur 49. Kalenderwoche dieses Jahres, zum Stichtag 1. Dezember, soll die Baumaßnahme an Dorstens größter innerstädtischen Kreuzung zwischen Altstadt, Hervest, Holsterhausen und Wulfen abgeschlossen sein. Eine 18-monatige Höchstleistung liegt dann hinter den Beteiligten – wenn der Zeitplan aufgeht. 40.000 Kubikmeter Füllboden werden bis dahin herbeigeschafft und verarbeitet worden sein. Diese Menge entspreche, so sagte Diplom-Ingenieur Volker Himmel vom Planungsbüro ISW in Borken bei der Vorstellung der Baumaßnahme im Sommer 2016, einem 46 Kilometer langen Lastwagen-Konvoi.

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