Bluttat am Angelteich - Arzt spricht von "wuchtigem Stich"

Prozess gegen Dorstener

Dieser Stich muss mit voller Absicht ausgeführt worden sein. Im Prozess um eine blutige Messerattacke an einem Angelteich in Reken ist der angeklagte Dorstener am Montag unter Druck geraten. Ein Rechtsmediziner hielt die "Reflex-Version" des 70-Jährigen vor dem Schwurgericht Münster für ausgeschlossen.

Dorsten/Münster

von Jörn Hartwich

, 17.12.2013, 14:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bluttat am Angelteich - Arzt spricht von "wuchtigem Stich"

Die Tat ereignete sich am Waldsee in Reken.

Wörtlich sagte der Mann aus Wulfen-Barkenberg den Richtern: "Ich habe gar nicht gemerkt, dass ich ihn verletzt habe." Fakt ist jedoch: Als das Opfer - ein Angelkollege - ins Krankenhaus kam, war der Blutverlust bereits auf einen Liter angewachsen. Der Mann musste sofort operiert werden. Auch danach hatte es noch lebensgefährliche Komplikationen gegeben.

Die Klinge des Messers soll sich mindestens acht Zentimeter tief in den Bauch des Opfers gebohrt haben. Dazu sagte der Rechtsmediziner: "Es muss sich um eine aktive und durchaus wuchtige Bewegung des Armes nach hinten gehandelt haben." Als der Angeklagte das hörte, schüttelte er den Kopf. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft lautet auf versuchten Totschlag.  

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