Briefwahl funktioniert auch persönlich und ohne Anmeldung im Rathaus

rnKommunalwahl 2020

Wer vor dem 13. September ins Rathaus kommt, um seine Briefwahl-Stimme abzugeben, braucht keinen Termin, aber eine Mund-Nase-Bedeckung. Und bekommt vielleicht Begleitung.

Dorsten

, 30.08.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schnell mal eben ins Rathaus gehuscht, zum Wahlbüro geflitzt und die Briefwahl ohne aufwendiges Hin- und Herschicken absolviert. Das geht auch im Corona-Wahljahr, aber Bürger müssen ein paar Kleinigkeiten beachten.

Wie die städtische Pressestelle auf Anfrage mitteilt, brauchen Dorstener für die Stimmabgabe keinen Termin, werden aber vom Einlass-Service beim Betreten des Rathauses angesprochen, nach Möglichkeit ins Wahlbüro begleitet oder auf dem kürzesten Weg dorthin geschickt. Selbstverständlich herrscht im Rathaus Maskenpflicht.

Wie Pressesprecher Ludger Böhne mitteilt, haben bisher nur sehr wenige Bürgerinnen und Bürger von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, persönlich im Rathaus zu wählen. Er erklärt: „Dafür ist die Zahl der Stimmen, die per Briefwahl postalisch eingehen, sehr hoch.“ Knapp zweieinhalb Wochen vor der Kommunalwahl am 13. September sind beim Wahlamt der Stadt Dorsten im Rathaus schon knapp 12.000 Anträge eingegangen.

Wenige kommen persönlich, aber viele wählen per Brief

Klaus Ihling, Sachgebietsleiter Zentrale Dienste, Statistik und Wahlen, führt das vor allem auf die Corona-Pandemie zurück. „Wir haben im Vorfeld bereits damit gerechnet, dass viele Bürgerinnen und Bürger am 13. September vorsichtshalber auf den Gang ins Wahllokal verzichten und ihre Stimme per Briefwahl abgeben“, sagt er.

Spitzenreiter der Briefwahl-Beteiligung ist mit einer Wahlbeteiligung von 28,37 Prozent bislang der Stimmbezirk 04.1 in Lembeck. Auch auf der Hardt (17.1 und 18.1) ist die Beteiligung besonders hoch. Nur in Wulfen-Barkenberg (07.1) und Hervest-Dorsten (14.1) liegt die Beteiligung noch unter 10 Prozent. Zum Vergleich: Bei der vergangenen Kommunalwahl im Jahr 2014 lag die Briefwahlbeteiligung insgesamt bei rund 12 Prozent (7700 Stimmen).

Auszählung beginnt am 13. September um 18 Uhr

Seit dem 17. August haben die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, ihre Stimme für die Kommunalwahl per Briefwahl abzugeben. Die Briefwahlunterlagen können auch online unter www.dorsten.de beantragt werden. Ausgezählt werden die Briefwahlstimmen erst am 13. September nach 18 Uhr, wenn auch die 44 Wahllokale im Dorstener Stadtgebiet geschlossen sind.

Bei der Kommunalwahl werden neben dem Bürgermeister und dem Rat der Stadt auch der Landrat/die Landrätin, der Kreistag Recklinghausen und die Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr gewählt. Insgesamt hat jeder der rund 62.400 Dorstener Wahlberechtigten also fünf Stimmen.

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