Die beiden Dorstener Gerd Stollenwerk (rechts) und Wolfgang Adolf (links) präsentieren die Brings-Film-Dokumentation exklusiv außerhalb des Rheinlands im Saal der Gaststätte Adolf. © Michael Klein
Musik-Doku

Brings-Filmdoku außerhalb des Rheinlands exklusiv in Dorsten zu sehen

Zum 30-jährigen Bestehen der Kölsch-Rock-Band Brings ist ein Dokumentarfilm erschienen. Gezeigt wird er vorerst nur in rheinischen Gastro-Betrieben - und außerhalb davon exklusiv in Dorsten.

Seit 40 Jahren lebt Gerd Stollenwerk im westfälischen Dorsten, hat hier als Grundschullehrer gearbeitet, zuletzt als Konrektor an der Augustaschule. Längst fühlt er sich hier heimisch, doch als gebürtiges „Kind der Eifel“ schlägt sein Herz weiterhin schwer für das Rheinland. Und deshalb sorgt der Pädagoge jetzt für einen ganz außergewöhnlichen kulturellen Brückenschlag zwischen den Regionen.

Dank seiner Initiative haben die Dorstener Musik-Fans nämlich bald die Möglichkeit, wohl als einzige Nicht-Rheinländer und damit ganz exklusiv den nagelneuen Dokumentar-Film über die bekannte Kölsch-Rock „Brings“ auf großer Leinwand sehen zu dürfen.

„Nach-Corona-Unterstützung“

Unter dem Motto „weetschaffshilfe“ (kölscher Dialekt für „Wirtschaftshilfe“) geben die Brings-Musiker als „Nach-Corona-Unterstützung“ rheinischen Gastronomen die Gelegenheit, den Film in ihren Restaurants und Kneipen kostenlos zu zeigen – und das, bevor er ins Kino oder ins Fernsehen kommt.

„Die Verleihfirma war ganz überrascht und sehr erfreut, dass wir als Auswärtige angefragt haben, ob wir auch ein Exemplar der Bluray bekommen können“, erzählt Gerd Stollenwerk. „Wir“ – das sind er und Wolfgang Adolf, Inhaber der Holsterhausener Traditions-Gaststätte „Deutsches Eck“ an der Hauptstraße 38, dessen kulinarisches und geselliges Ambiente Stollenwerk sehr schätzt. Und wo der Film „Brings – nix för lau“ am 24. November (Mittwochs-Ruhetag) ab 20 Uhr im Festsaal gezeigt wird.

Szenenfoto aus dem Brings-Film.
Szenenfoto aus dem Brings-Film © Verleih © Verleih

Die beiden Dorstener wurden mit Ehrenkarten zur Premiere der Doku im Kölner Cinedom eingeladen – Selfies mit Bandmitgliedern inklusive. Sie sahen auf der Leinwand eine wechselhafte Band-Biografie – 30 Jahre Höhenflüge, Abstürze und Wiederauferstehungen, als Rockband, Karnevalskapelle und Hitmaschine.

„Das mit dem Kölsch war gar nicht schlimm, zu 95 Prozent wird in dem Film Hochdeutsch gesprochen“, sagt Wolfgang Adolf. Und Gerd Stollenwerk ist sich sowieso sicher, dass viele Dorstener sich den Film ansehen werden. „Immerhin sind Brings sehr erfolgreich live bei den Altstadtschützen aufgetreten.“

Um aus Coronaschutzgründen den Überblick zu behalten, werden im Vorfeld Karten zum Preis von 10 Euro verkauft. „Darin enthalten sind aber zwei Gläser Bier und ein Mettbrötchen“, sagt Gerd Stollenwerk. Der Rest der Einnahmen werde an die Flutopferhilfe im Ahrtal gespendet. 60 Plätze gibt es, „wenn die Resonanz größer ist, gibt es eine zweite oder dritte Vorstellung“.

Vorverkaufskarten

Wer eine Karte haben will, kann sich an Gerd Stollenwerk wenden (Tel. 02362/63348). Er freut sich, dass er seine Kölsch-Rock-Legende bald wieder live erleben darf. Mehrmals im Jahr fährt er mit seine Ehefrau nämlich zu Konzerten von Brings, den Höhnern, Bläck Föös oder BAP. „Das ist unser Gefühl von Heimat.“

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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Michael Klein

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