Bar- oder Kartenzahlung

Brötchen kaufen mit Karte oder Smartphone? Was Dorstener dazu sagen (mit Video)

In der Corona-Pandemie kam keiner am kontaktlosen Zahlen vorbei. Mittlerweile ist auch das Brötchen per Karte bezahlbar. Ist die bargeldlose Zahlung in Dorsten zur Gewohnheit geworden?

Ausnahmslos ohne Bargeld bezahlen? Ein Bäcker in Düsseldorf macht es vor: Dort können Kunden seit einigen Tagen ihr Gebäck nur noch bargeldlos kaufen. In Dorstener Bäckereien ist es mittlerweile möglich, selbst mit der mobilen Armbanduhr zu zahlen.

Bargeldlose Zahlung in den Bäckereien hat zugenommen

Ist das kontaktlose Bezahlen aber wirklich so beliebt? „Seit Ende Mai können Kunden ab dem ersten Cent kontaktlos bei uns bezahlen und das kommt gut an“, erklärt Christoph Imping, Geschäftsführer der Bäckerei Imping. Denn die Einkäufe per Karte, Handy oder Smartwatch nehmen immer weiter zu, sagt er.

Das bestätigt auch Patrick Spangemacher, Geschäftsführer der Bäckerei Spangemacher in Dorsten: „Während der Pandemie hat das zugenommen. Doch wir sehen auch, dass es im Moment wieder etwas abflacht“, erklärt er. War die kontaktlose Zahlung also gar nicht so beliebt?

„Ich zahle eigentlich lieber mit Karte. Im Haus haben wir auch so gut wie nie Bargeld“, sagt Anke Breuer bei einer Umfrage in der Dorstener Innenstadt. Sie findet, dass die Kartenzahlung einfacher ist. Dennoch hat sie immer ein bisschen Bargeld dabei. „Es geht in einigen Bereichen ja gar nicht ohne.“

Auch Til Drescher zahlt lieber bargeldlos: „Es ist unkomplizierter und auch schneller.“ Für ihn ist es selbstverständlich, auch kleinere Beträge mit der Bankkarte auszugeben. „Wenn ich mir an der Tankstelle eine Cola hole, dann bezahle ich diese nicht in bar.“

Im Gegensatz dazu steht sein Freund Florian Wecking. „Ich zahle nur bar. Auch die größeren Beträge.“ Dazu gehört er laut Statista, einem Statistik-Portal, zu den 37 Prozent, die seit Beginn der Corona-Pandemie nicht auf die Barzahlung in Geschäften verzichten.

Barzahler sind tendenziell älter

In den Bäckereien Spangemacher und Imping gehört er in seiner Altersgruppe dabei zur Ausnahme. „Tendenziell gehören die Kartenzahler bei uns zur jüngeren Altersgruppe“, sagt Patrick Spangemacher. Das kann Geschäftsführer Christoph Imping für seine Filialen ebenfalls bestätigen: „Die Kunden ab 60 Jahren bezahlen ausschließlich bar. Die Kartenzahler sind bei uns so um den Dreh 25 Jahre alt.“

Wilfried Vassmer zahlt sowohl mit Karte als auch in bar. „Es kommt drauf an, was ich zahle. Kleine Beträge gerne in bar und größere Beträge ab 50 Euro mit der Karte.“ Die Bankkarte nutze er jedoch mittlerweile öfter. In ganz Deutschland gehört er damit zu den 26 Prozent, die seit der Pandemie bewusst auf die Barzahlung in Geschäften verzichten.

Tendenziell hat die Beliebtheit der bargeldlosen Zahlung in Dorsten zugenommen. Ob das nur ein Trend war oder ob sie die Barzahlung in den nächsten Jahren ablöst, bleibt abzuwarten. „Ich denke, dass unsere Kunden unsere Brötchen auch noch in den nächsten 30 Jahren mit Scheinen und Münzen kaufen“, vermutet Patrick Spangemacher.

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