Brücken-Stau: Es rollt bald wieder über zwei Spuren

Entlastung in Sicht

Der Verkehr auf der Borkener Straße soll ab Freitag wieder zweispurig über die Lippe- und Kanalbrücken stadteinwärts rollen. Einspurig wird es nur noch „in verkehrsarmen Zeiten“. Das teilte die Stadtverwaltung mit.

Dorsten

, 10.11.2016, 10:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Brücken-Stau: Es rollt bald wieder über zwei Spuren

Eine Entlastung ist in Sicht.

Demnach wird für die weiteren Bauarbeiten an der Mercaden-Anlieferungsspur nur noch die Rechtsabbiegerspur in den Westwall benötigt. „Allerdings wird es am Freitag durch die Verlagerung der Baustelle und noch auszuführende Fräsarbeiten für einige Stunden zu erheblichen Störungen kommen“, sagte Pressesprecherin Lisa Bauckhorn. „Wer kann, sollte die Baustelle dann umfahren.“

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Nach Auskunft der vom Bauherren beauftragten Verkehrssicherungsfirma wird die derzeit gültige Verkehrsführung am Freitag (11.11.) ab 10 Uhr umgebaut. Ganz aus dem Schneider sind die Autofahrer aber auch danach nicht. Denn die Fahrbahn muss ja noch asphaltiert werden, das wird „für jeweils einen Tag zu stärkeren Verkehrsbehinderungen führen“. Bauckhorn bestritt auf Nachfrage vehement, dass die Feuerwehr durch die Staus auf den Brücken den Brandschutz nicht habe gewährleisten können. „Das wurde durch geeignete Maßnahmen organisiert.“

Nicht binnen acht Minuten am Unfallort

In der Baustellendurchfahrt sei für die Dauer der einspurigen Verkehrsführung in Absprache mit der Feuerwehr eine Rettungsgasse eingerichtet, ein Rettungswagen am Krankenhaus stationiert, der Löschzug Altendorf-Ulfkotte werde derzeit mitalarmiert. Aber es sei klar, dass die Einsatzkräfte nicht immer binnen acht Minuten am Einsatzort sein könnten. „Das ist auch in keinem Gesetz festgeschrieben“, so Bauckhorn. Wegen der vielfachen Kritik sah sich die Stadtverwaltung zu weiteren Erklärungen veranlasst: Verantwortlich für die Baustelle sei der Investor der Mercaden in Abstimmung mit Straßen-NRW. „Steuergelder werden nicht eingesetzt. Alle Kosten werden vom Investor getragen. Auch für Dienste der Stadtverwaltung sind Gebühren zu bezahlen.“

„Große Investoren“ werden nach Meinung der Stadtverwaltung nicht bevorzugt. „Das Planungsverfahren war sehr komplex. Dass sich so große Vorhaben in der Bauphase gegenüber der ursprünglichen Planung verändern, ist nicht ungewöhnlich. Dies kommt auch bei kleineren Projekten vor.“

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