Brunnenplatz verwandelte sich in lebendigen Basar

Projekt Hervest

DORSTEN "Es ist doch viel zu schade, die schönen Sachen hier einfach wegzuschmeißen", stellt Nadire Kivrak fest und schaut mit feilschendem Blick über den Hervester Brunnenplatz. Der hatte sich am Samstag fünf Stunden lang in einen lebendigen Basar verwandelt.

von Von Anne Wecking

, 24.05.2009, 14:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der interkulturelle Basar war ein voller Erfolg. Irena Chwila, Nadire Kivrak und Ute-Maria Schlebusch (hinten v.l.) freuen sich über den großen Andrang an Nadires Stand.

Der interkulturelle Basar war ein voller Erfolg. Irena Chwila, Nadire Kivrak und Ute-Maria Schlebusch (hinten v.l.) freuen sich über den großen Andrang an Nadires Stand.

Von türkischem Schmuck über Kochtöpfe aus Deutschland bis hin zu polnischen Kerzenständern - an den 24 Trödelständen wurde eine fast schon exotisch anmutende Auswahl zum Kauf dargeboten. Diese regte bei strahlendem Sonnenschein zum Handeln und Feilschen an. Da kam man schnell miteinander ins Gespräch.

Spannungen abbauen

"Das Miteinander-Reden ist genau das Ziel unseres Projektes", freut sich Irena Chwila vom Referat für Migration des Evangelischen Kirchenverbandes Dorsten. Dieser hat das vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge geförderte "Projekt Hervest" im Jahr 2006 ins Leben gerufen. Mit regelmäßigen Veranstaltungen sollen Spannungen zwischen den verschiedenen Kulturen überwunden und das interkulturelle Leben in Hervest gefördert werden. Leider sei das Projekt nur bis August 2009 befristet, bedauert Chwila. "Doch die Menschen hier sind nun eigenständig genug. Sie haben gelernt sich selbst zu organisieren. Wir werden ihnen aber auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen."

Erfolg bestätigt

Der Erfolg des "Projekt Hervest" bestätigte sich am Samstag ein weiteres Mal. Kaum eine Stunde nach Basarbeginn kam die Idee auf, ob man den kleinen Markt nicht regelmäßig ins Leben rufen könne. "Gemeinsam Spaß zu haben und dabei noch ein bisschen Taschengeld zu verdienen", ist auch für Nadire Kivrak keine schlechte Idee. Sie sieht sich und andere immer besser in die Nachbarschaft eingegliedert.

Da macht dann auch das Aufräumen nach erfolgreichem Verkauf nichts mehr aus. Geputzt, gefegt und weggeräumt wird schließlich von allem gemeinsam.

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