Bündnis für Familie hat erste Projekte entwickelt

Neu gegründet

DORSTEN " Wir kümmern uns!" - diese Devive gab Sven Werk am Mittwoch für das Lokale Bündnis für Familie. Mit Unterschriften auf einem Dorsten-Puzzle aus allen Ortsteilen wurde es am Mittwoch im VHS-Forum offiziell gegründet.

von Von Michael Klein

, 13.05.2009, 18:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mit ihren Unterschriften auf dem Dorsten-Puzzle haben sich die Teilnehmer des Aktionstages in der VHS bereit erklärt, im neu gegründeten Lokalen Bündnis für Familie mitzuarbeiten.

Mit ihren Unterschriften auf dem Dorsten-Puzzle haben sich die Teilnehmer des Aktionstages in der VHS bereit erklärt, im neu gegründeten Lokalen Bündnis für Familie mitzuarbeiten.

Sven Werk, Abteilungsleiter des Dorstener Familienbüros, hatte den 60 Gästen die Vorarbeiten für das Netzwerk-Projekt vorgestellt. "Familienfreundlichkeit im Dialog" wolle man für Dorsten erreichen.

"Bei Null muss man in Dorsten ja nicht anfangen", erklärte Vera Lohmann vom Bonner Servicebüro der "Initiative Lokale Bündnisse für Familie". Sie moderierte das Treffen und wies vor allem auf das neue Familienbüro in Dorsten hin: "Daran können die weiteren Projekte anknüpfen."

Welche familienfreundlichen Angebote gibt es bereits in Dorsten? Was müsste geschehen, damit Dorsten noch familienfreundlicher wird? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Teilnehmer aus Schulen, Kindergärten, Verwaltung, Politik, Familienbildungsstätten, Jugendfreizeitstätten und dem örtlichen Gesundheitswesen anschließend und erarbeiteten in Arbeitsgruppen Ideen und Möglichkeiten, wie man diese konkret umsetzen kann.

Folgende Projekte sollen in Dorsten angegangen werden:

► Eine Arbeitsgruppe will sich darum kümmern, dass "Kein Kind ohne Mahlzeit" auch auf die Kindertagesstätten ausgeweitet wird.

► Es soll ein Wickeltisch-Führer für Dorsten erscheinen, ausgeweitet auf Toiletten, die Eltern mit ihren Kinder in den Geschäften der Innenstadt nutzen können.

► Eine Gruppe will pflegende Angehörige unterstützen und sucht dafür ehrenamtliche Pflegebegleiter und einen Träger, der Betreuungsassistenten ausbildet.

► Ein Teilnehmerkreis will einen Pool von angemessen entlohnten Tagesmüttern und -vätern aufbauen, für den gebe es in Dorsten eine starke Nachfrage.

► Mit dem Familienbüro soll ein "Familienwegweiser" als Leitfaden mit allen Dorstener Angeboten und Absprechpartner erstellt werden.

Zudem soll es "niederschwellige" Kurse und Informationsangebote zur Stärkung der Elternkompetenz geben. Wegen ihrer zahlenmäßigen Größe hat sich diese Gruppe als einzige noch nicht über konkrete Umsetzungsschritte und den Termin für ihr nächstes Treffen einigen können.

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