Bürger sollen den Bahnhof mitgestalten

Künftige Nutzung

Er ist ein Ort, mit dem sich die Menschen in der Stadt in der Vergangenheit stets identifiziert haben. Und er soll wieder ein Ort werden, der attraktiv für die Menschen in der Stadt ist - mithilfe der Dorstener Bürger.

Dorsten

, 18.02.2016, 06:03 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bürger sollen den Bahnhof mitgestalten

Der Bahnhof Dorsten wartet darauf, wieder wach geküsst zu werden.

„Wir wollen unseren Bahnhof zum Bürgerbahnhof machen“, gaben die Verantwortlichen bei der gestrigen Projektvorstellung als Devise aus.

Inspirierende Ideen

Heißt: Die Dorstener selbst sind aufgerufen, das Gebäude mit inspirierenden Ideen mit neuem Leben zu füllen. Unter Federführung von Joachim Thiehoff vom städtischen Büro für Bürgerengagement und Ehrenamt soll nun ein Konzept entwickelt werden. „Wir hoffen, dass sich eine regelrechte Bahnhofsfamilie zusammenfinden wird, die den Prozess gemeinsam stemmt“, so Thiehoff. Gemeinsam mit dem Büro „Imorde/modulorbeat“, das im Sommer vergangenen Jahres bereits erfolgreich die Bürgerbeteiligung der Barkenberger „HausAufgaben“ begleitet hat, lädt er zu einer ersten Bürgerwerkstatt ein, die am 7. März (Montag) um 19 Uhr im Jüdischen Museum, Julius-Ambrunn-Straße 1, stattfinden wird.

Weitere Bürgerabende

Da geht es dann darum, was der Bahnhof können, wie er aussehen, wen er als Partner brauchen soll. Weitere Bürgerabende sollen folgen. 1000 Quadratmeter Nutzfläche hat das denkmalgeschützte Gebäude, das seit Jahren leer steht und immer mehr dahin welkt.

„Dafür suchen wir vor allem Initiativen, die sich dem bürgerschaftlichen Engagement verschrieben und sozial, kreativ oder künstlerisch ausgerichtet sind“, so Bürgermeister Tobias Stockhoff, der sich dort durchaus auch eine „zentrale Anlaufstelle von und für Selbsthilfegruppen“ vorstellen könne. „Da wollen wir durchaus auch Experimente wagen, Gruppen einladen, die bislang keinen Platz in der Stadt gefunden haben“, so Joachim Thiehoff. Daneben ist er bereits mit dem Kunstverein „Virtuell-Visuell“ im Gespräch, auch mit dem Eisenbahnverein „On Wheels“, der wegen seiner inhaltlichen Nähe zum Objekt ebenso gesetzt ist wie die „Dorstener Arbeit“.

Beschäftigungsinitiative als Ankermieter

Diese gemeinnützige städtische Beschäftigungsgesellschaft soll gleichsam „Ankermieter“ des künftigen Bahnhofsgebäudes werden, also dort die Verwaltung, die Hausmeisterdienst und womöglich sogar ein Cafe mit Snackbar übernehmen. „Wir wollen den Bahnkunden wieder eine warme Warteatmosphäre im Bahnhof verschaffen“, erläutert Joachim Thiehoff.

Für Jürgen Erhardt, Geschäftsführer der Dorstener Arbeit, geht es darum, den Strukturwandel in Dorsten zu begleiten, Arbeitslose durch den Bürgerbahnhof wieder in den normalen Arbeitsmarkt zu bringen. „Zum einen durch Mitwirken bei den Bahnhofs-Umbauarbeiten, zum anderen durch anschließende Dienstleistungen wie etwa in der Ausbildungsgastronomie“, so Erhardt.

 

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