Chiaras Abenteuer in Texas

Spannendes Au-pair-Jahr

Chiara Tregel (20) hatte schon zu frühen Schulzeiten den Wunsch, nach der Schule ein Au-pair-Jahr zu machen. Im Interview berichtet die junge Dorstenerin über ihr Jahr in Texas.

27.08.2014, 16:21 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie bist Du auf die Idee gekommen, das Auslandsjahr ausgerechnet in den USA zu machen?  Ich hatte schon immer den Traum, nach der Schule ins Ausland zu gehen. Eigentlich wollte ich zwar nach England, aber dann hab ich die Agentur "Cultural Care" gefunden. Die hat mir dann einen Platz in den USA angeboten.

Dort hast Du dann als Au-pair gearbeitet. Was waren Deine Aufgaben? Ich musste auf die beiden Kinder aufpassen. Das Mädchen war 13 und der Junge 11 Jahre alt. Dadurch, dass die beiden schon relativ alt waren, bestand meine Hauptaufgabe darin, sie hin und her zu fahren. Die Strecken in Texas sind schließlich um einiges länger, da fährt man zu einer Schulfreundin schon mal einige Kilometer.

Wie sah Dein Alltag mit der Familie aus? Meine Gastmutter hat von zu Hause gearbeitet. Trotzdem war sie den ganzen Tag in ihrem Büro. Also hab ich den Kindern morgens frühstück gemacht - typisch amerikanisch mit Waffeln und Pancakes. Sobald die beiden in der Schule waren, habe ich mich ein bisschen um den Haushalt gekümmert. Sobald die beiden aus der Schule wieder da waren, haben wir zusammen Hausaufgaben gemacht und sind zum Sport gefahren.

Du warst also von heute auf Morgen ein fester Bestandteil in einer fremden Familie. Wie war das für Dich? Ich hatte viel Glück mit meiner Gastfamilie. Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden. Vor allem zu der Gastmutter hatte ich ein sehr gutes Verhältnis. Ich wurde schnell als Familienmitglied in den Alltag eingebunden. Das findet man aber auch nicht überall. Natürlich musste ich meine Arbeit erledigen, aber die hat mir erstens viel Spaß gemacht und zweitens hatte ich auch viel Freizeit.

Die hast Du dann sicher genutzt, um Dich ein bisschen umzugucken, oder? Genau. Ich hab' natürlich erst mal die Stadt erkundet und eine kleine Rundreise durch Texas gemacht. Später ging es zusammen mit ein paar anderen Au-pairs nach New York, Kalifornien und Las Vegas.

Das klingt nach einem echten Abenteuer. An welchen Moment erinnerst Du Dich am liebsten zurück? Die Reisen und die vielen Eindrücke waren fantastisch. Meine Gastfamilie hat mich auch zweimal mit in den Urlaub genommen. Da musste ich aber nicht arbeiten, sondern konnte einfach die gemeinsame Zeit genießen. Letztendlich war es aber die Abschiedsfeier mit der ganzen Familie und Freunden, die ich wohl nie vergessen werde.

Da sind bestimmt auch ein paar Tränen geflossen, oder? Ja, der Abschied war nicht einfach. Die ganze Familie war da, auch die Großeltern. Alle haben Geschenke mitgebracht und zusammen ein großes Barbecue gefeiert. Das war ein emotionaler, toller Abschluss nach einem unvergesslichen Jahr.

Jetzt bist Du wieder zurück. Kannst Du Dir vorstellen, noch mal nach Austin zu gehen? Die Familie möchte ich auf jeden Fall noch mal besuchen. Mir wurde vor meinem Abschied sogar angeboten, dass ich noch länger da bleibe. Das Jahr war zwar schön und erlebnisreich, aber irgendwann reichen die Erfahrungen aus, um sich jetzt auf einen neuen Lebensabschnitt zu konzentrieren.

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