Coronavirus: Durststrecke quält Hotel- und Gaststättenbetrieb Humbert

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Übernachtungsgäste kommen noch, aber der Gastronomiebetrieb im Hotel Humbert ist dicht. Der Familie Humbert und ihren Mitarbeitern hat Corona eine lange Durststrecke beschert.

Dorsten, Wulfen

, 15.04.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

25 Betten hat das Hotel Humbert. Und einen Gastronomiebetrieb, der große Gesellschaften bis 100 Personen bewirten kann. In Corona-Zeiten ist alles anders geworden. Das Traditionshotel an der Dülmener Straße (B58) in Wulfen hat eine Durststrecke. „Wir mussten Kurzarbeit für unsere Mitarbeiter anmelden und haben Corona-Soforthilfsmittel beantragt“, sagt Inhaber Bernd Humbert. Das haben mittlerweile 1300 Unternehmen aus Dorsten getan.

Wie viele andere Betriebe in Dorsten auch, musste die Gastronomie quasi über Nacht geschlossen werden. „Hochzeits- und Trauergesellschaften, Kommunion- und Konfirmationsfeiern wurden komplett abgesagt“, so Humbert. Und auch private Gäste dürfen sich nicht mehr auf ein Bierchen oder ein saftiges Schnitzel einfinden. Seinem Haus sind deshalb etliche wichtige Einnahmequellen weggebrochen.

Kurzarbeit für drei Mitarbeiter angemeldet

Für seine drei fest angestellten Mitarbeiter in Küche und Gastronomie musste Bernd Humbert Kurzarbeit anmelden. Das Hotel steht Geschäftskunden aber weiter offen. „Einige Stammkunden kommen noch“, sagt Humbert. Bis vor Ostern habe man „eine gute Auslastung“ gehabt.

Bernd Humbert hofft, dass die starren Regelungen für Hotel- und Gaststättenbetriebe wieder gelockert werden. Denn auch ein Traditionshaus kann in Coronazeiten nur eine kurze Durststrecke überstehen.

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