Eltern gedenken ihrer verstorbenen Kinder in einem Gottesdienst

Coronavirus

Trotz der Corona-Pandemie halten Dorstener Hinterbliebene an einer Tradition fest: Am Volkstrauertag (15. November) gedenken Eltern ihrer verstorbenen Kinder in einem Gottesdienst.

Dorsten

, 12.11.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Christine Wolf mit einem Bild der Künstlerin Slavica von der Schors. Sie hat ihre Vision von Wüste passend zum Motto des Gedenkgottesdienstes gemalt.

Christine Wolf mit dem Bild von Slavica von der Schors © privat

Das Thema des Gedenkgottesdienstes für verstorbene Kinder lautet: „... die Wüste neu beleben.“ ( Ps 126,4). Der Gottesdienst findet statt am Sonntag (15. November) um 15 Uhr in der Martin-Luther-Kirche in Dorsten-Holsterhausen, Martin-Luther-Straße 48.

Die Frage „Wieso müssen Kinder sterben“, kann keiner beantworten. „Mit dem Angebot dieses Gedenkgottesdienstes wollen wir den Hinterbliebenen eine Stütze sein und Mut machen, diesen schweren Weg durch die Trauer zu gehen“, so Christine Wolf vom Orga-Team.

Gottesdienst findet seit 17 Jahren statt

Seit 17 Jahren wird der ökumenische Gottesdienst zum Volkstrauertag veranstaltet. „Wichtig ist für uns, dass hier die Namen der verstorbenen Kinder ausgesprochen werden und alle Kinder einbezogen werden, geborene und ungeborene, heranwachsende und erwachsene, kürzlich und vor Jahren verstorbene und solche, die durch Gewalt ums Leben kamen. Viele Eltern, die ihren Weg durch die Trauer gefunden haben, kommen seit Jahren regelmäßig zu den Gottesdiensten, weil ihnen das Innehalten und Erinnern gut tut“, weiß Christine Wolf.

Um auch die Familien mit einzubeziehen, die nur zum Teil bzw. gar nicht teilnehmen können, bietet das Vorbereitungs-Team an, einen Teil der Namensverlesung per Video zu filmen. Meldungen erbittet das Team unter E-Mail: Gedenk-GD@t-online.de

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