Coronavirus: Jugendamt sieht schwere Zeiten auf Familien zukommen und ist für sie da

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In manchen Familienhaushalten in Dorsten spitzt sich die Situation wegen der verordneten häuslichen Gemeinschaft mit den Kindern zu. Das Jugendamt ist darauf vorbereitet.

Dorsten

, 26.03.2020, 04:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bislang können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendamtes noch keine Zunahme von „Hilferufen“ von Eltern feststellen, sagt Stadtpressesprecher Ludger Böhne auf unsere Anfrage.

Aber: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendamtes haben sich insgesamt mit der Thematik „ungewohntes intensives familiäres Zusammensein“ beschäftigt und stellen sich darauf ein, dass es vermehrt zu Anfragen kommen wird. Der Allgemeine Soziale Dienst (ASD) steht für individuelle telefonische Beratungen bei Problemen zur Verfügung“, so Böhne.

Wie handhabt man das Umgangsrecht in Corona-Zeiten?

Leicht angestiegen seien indes Anfragen zum Umgangsrecht. Wie können Besuchskontakte stattfinden und muss vom anderen Elternteil die Kinderbetreuung (mit)sichergestellt werden, wenn im dortigen Haushalt Personen leben, die der Risikogruppe zugeordnet sind? Solche Fragestellungen beschäftigen getrennt lebende oder geschiedene Eltern in diesen Zeiten.

Ludger Böhne weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass alle Einrichtungen der Kindertagesbetreuung in Dorsten angeschrieben wurden mit der Bitte, Kontakt zu „ihren“ Familien zu halten. „Erste Rückmeldungen gibt es schon, über kreative Ideen der Einrichtungen, die sie auch schon einsetzen, zum Beispiel tägliche Videos an die Kinder mit Liedern, Bewegungsspielen etc. oder regelmäßige Anrufe oder E-Mails.“

Tägliche Sprechzeiten in Schulpsychologischer Beratung

Für Eltern von schulpflichtigen Kindern, die zurzeit zu Hause betreut werden, bietet die Schulpsychologische Beratungsstelle der Stadt tägliche Sprechzeiten an. Denn die Kinder und Jugendlichen sollen den Unterrichtsstoff daheim weiter aufarbeiten, in vielen Familien sind auch die Eltern zu Hause. „Viele gewohnte Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung gibt es augenblicklich nicht. Für viele Familien ist dies eine ungewohnte Situation“, weiß das Team der Beratungsstelle.

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Aufgrund der aktuellen Corona-Krise wurde deshalb auch der Dienstbetrieb in der Schulpsychologischen Beratungsstelle der Stadt Dorsten angepasst: Um in diesen besonderen Zeiten, in denen dem häuslichen Lernen eine umfangreiche Bedeutung zukommt, Rat suchenden Eltern in Dorsten zur Seite stehen zu können, bietet die Beratungsstelle ab sofort und bis einschließlich 3. April täglich von 9 bis 12 Uhr eine telefonische Beratung an.

Zu den gewohnten Öffnungszeiten erreichbar

Das Sekretariat des Beratungszentrums ist weiterhin zu den gewohnten Öffnungszeiten erreichbar und nimmt Anfragen zunächst entgegen unter der Rufnummer 02362 / 66 46 02. Zum Gespräch erfolgt dann ein Rückruf.

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