Coronavirus: Kreis stockt Team der Kontaktnachverfolgung auf

Coronavirus

Die Kreisverwaltung stockt wegen der steigenden Zahlen der Coronavirus-Neuinfektionen das Team der Kontaktnachverfolgung auf. Weitere Anpassungen sind außerdem notwendig.

Dorsten, Kreis

06.08.2020, 15:50 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wegen steigender Infektionszahlen mit dem Coronavirus stockt der Kreis das Team der Kontaktnachverfolgung auf.

Wegen steigender Infektionszahlen mit dem Coronavirus stockt der Kreis das Team der Kontaktnachverfolgung auf. © dpa

Das Coronavirus hält Deutschland weiter in Schach. Die Zahlen der Neuinfektionen steigen auch im Kreis Recklinghausen an. Zwar sind sie noch weit von den Höchstzahlen im Frühjahr entfernt, dennoch sieht die Kreisverwaltung in den aktuellen Entwicklungen Handlungsbedarf.

So sieht es mit Stand vom Donnerstag aus:

Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen im Kreis Recklinghausen beläuft sich aktuell auf 1575. Als genesen gelten inzwischen 1435 der positiv getesteten Personen. Es gibt 42 Todesfälle. Ein 97-jähriger Mann aus Gladbeck, der positiv auf das Coronavirus getestet wurde, ist verstorben.

In den letzten sieben Tagen hat es 57 Neuinfektionen gegeben. Die kritische Marke von 50 Neuinfizierten pro Woche auf 100.000 Einwohner liegt umgerechnet auf die Einwohnerzahl im Kreis Recklinghausen bei 308 Neuinfektionen, wird also aktuell nicht erreicht.

Aktuell bekannte Fälle / Genesene / Todesfälle

  • Castrop-Rauxel 154 / 142 / 3
  • Datteln 70 / 58 / 1
  • Dorsten 163 / 155 / 5
  • Gladbeck 318 / 280 / 23
  • Haltern am See 86 / 85 / 0
  • Herten 112 / 102 / 1
  • Marl 173 / 149 / 1
  • Oer-Erkenschwick 211 / 206 / 3
  • Recklinghausen 214 / 195 / 4
  • Waltrop 74 / 63 / 1

Der aktuelle Handlungsbedarf des Krieses betrifft vor allem den Bereich der Kontaktnachverfolgung. Die Kontaktnachverfolgung ist einer der wichtigsten Schlüsselbereiche im Kampf gegen die Pandemie. Nur durch die schnell Ermittlung und Verfolgung von Kontaktpersonen ist es möglich, Infektionsketten zu unterbrechen.

Das Team muss wieder verstärkt werden

Das Team, das zwischenzeitlich aus rund 100 Personen bestand, wurde durch die zunächst positiven Entwicklungen reduziert und muss nun wieder verstärkt werden. Dazu werden externe Kräfte, aber vor allem auch Verwaltungsmitarbeiter eingesetzt. Letzteres hat erneut zur Folge, dass diese in anderen Verwaltungsbereichen fehlen. Zusätzlich sind außerdem mehr Mitarbeiter beim Infotelefon eingesetzt, das ein deutlich erhöhtes Anrufaufkommen stemmen muss. Dort gehen nicht nur Fragen von Bürgern ein, sondern auch die Rückmeldungen der Reiserückkehrer, die verpflichtet sind, sich beim Gesundheitsamt zu melden.

Alle Bereiche der Kreisverwaltung sind weiter für die Bürger da, es kann aber zu einer Verringerung von angebotenen Terminen und längeren Bearbeitungszeiten kommen. Weiterhin gilt, dass der Besuch der Verwaltungsgebäude nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich ist.

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Landrat Cay Süberkrüb: „Besonders Reiserückkehrer stellen für das Gesundheitsamt aktuell eine große Herausforderung dar. Leider zeigt sich, dass mehrere Bürger das Virus aus dem Urlaub mit nach Hause gebracht haben.“ Eine weitere Problematik könne mit der Rückkehr zum Regelbetrieb in den Schulen und Kitas entstehen.

Krisenstab erhöht den Rhythmus seiner Sitzungen

Wegen steigender Zahlen wird nicht nur die Kontaktnachverfolgung und das Infotelefon personell gestärkt, auch der Krisenstab erhöht den Rhythmus seiner Sitzungen. „Bitte achten Sie auf sich und Ihre Mitmenschen. Halten Sie sich weiterhin an Hygieneregeln, Maskenpflicht und Mindestabstände“, appelliert Süberkrüb an die Solidarität der Bürger.

Außerdem wurde entschieden, dass die üblicherweise im Großen Sitzungssaal stattfindenden Wahlpartys im Rahmen der Kommunalwahl am 13. und, im Falle eine Stichwahl, am 27. September, entfallen. Mit Blick auf die Pandemie wird es keine Präsentation der Ergebnisse im Kreishaus geben, im Internet werden sie aber über die Website des Kreises zum Abruf veröffentlicht.

  • Da zum Ferienende mit einem erhöhten Nachfrage-Aufkommen zu rechnen ist, hat der Krisenstab des Kreises beschlossen, dass das Corona-Infotelefon für allgemeine Fragen rund um das Thema Corona auch am Wochenende wieder geschaltet wird.
  • Am 8. und 9. August ist das Team vom Infotelefon jeweils von 10 bis 14 Uhr unter Tel. (02361) 532626 erreichbar. Montags bis donnerstags ist das Team vom Infotelefon von 8 bis 16 Uhr für Fragen aus der Bevölkerung da, freitags von 8 bis 12 Uhr.
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