Das ändert sich alles im Dorstener ÖPNV

Neuer Nahverkehrsplan

Wann und wie oft fahren künftig die Busse? Auf welchen Strecken sollen sie verkehren? Sind neue Haltestellen, Anschlüsse, Linienführungen nötig und auch finanziell möglich? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Nahverkehrsplan im Kreis Recklinghausen, der auch für das Dorstener Stadtgebiet an den aktuellen Bedarf angepasst werden soll.

Dorsten

, 06.02.2017, 15:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das ändert sich alles im Dorstener ÖPNV

Auch eine vernünftige Abstimmung der Busankunftzeiten am ZOB mit den Fahrplänen der Züge, die am Bahnhof halten, ist Thema der neuen Nahverkehrsplans.

Zwei Wochen noch sind auch die Dorstener Bürger aufgerufen, ihre Anregungen und Wünsche zu dem Entwurf einzureichen. Die Anmerkungen und Vorschläge der hiesigen Stadtverwaltung sind bereits in das Papier mit eingeflossen. Zu den Planungsansätzen in Dorsten gehören:

  • eine verbesserte Verbindung zwischen Lembeck und Rhade am Wochenende. Durch eine Ausweitung des Taxi-Bus-Angebots TB 205 und ein Umstellen der Buslinie 209 auf ein Taxi-Bus-Angebot mit Voranmeldung sollen nun auch an Sonn- und Feiertagen regelmäßige Fahrten möglich sein;
  • eine Erschließung des Fürst-Leopold-Quartiers in zwei Stufen. Die erste Stufe sieht eine Anbindung des westlichen Geländes über die Fürst-Leopold-Allee durch die Buslinie 274 vor (abends 208/NE 8). Der Prüfauftrag für die zweite Stufe ist zunächst abhängig von der weiteren Entwicklung der Zechenfläche;
  • eine bessere Anbindung an das Gewerbegebiet Wenge. Geprüft werden soll die Errichtung einer Haltestelle an der Feuerwache, optional ein Verschwenken des SB 26 über das Zechengelände und durch die Wenge. Das Ganze soll in ein ÖPNV-Gesamtkonzept für Hervest eingebunden werden (inklusive Interkommunale Gewerbepark Dorsten/Marl), so der Vorschlag;
  • eine zusätzliche Fahrt des SB 26 zwischen ZOB Dorsten und Handwerkshof in Wulfen-Barkenberg gegen 6 Uhr morgens und konsequenter Einsatz von größeren Gelenkbussen zu Hauptverkehrszeiten auf dieser Strecke, da diese Busse bislang zu diesen Zeiten häufig zu voll sind;
  • ein neues Anschlusskonzept zur zeitlichen Verknüpfung der Bus- und Zugangebote am ZOB, wenn zum Fahrplanwechsel 2019 die Zugverbindung Dorsten nach Oberhausen wegfällt und der "Borkener" (RE 14) zwischen Dorsten und Essen dann im 30-Minuten-Takt fährt;
  • eine optimierte Anbindung der Buslinie von Östrich zum ZOB an die Abfahrtszeiten der Bahnlinie RB 14 durch einen Wege-Tausch der Linien 278 und 296;
  • eine attraktivere Anbindung des Wohngebiets Kreskenhof in Holsterhausen durch eine Fahrradabstellanlage an der St.-Antoniuskirche und gegebenenfalls durch mehr Taxi-Busfahrten ins Wohnquartier. Ein Buslinien-Angebot ist nach Angaben der Gutachter aus Kostengründen und verkehrstechnischen Gründen nicht möglich.

Auch die Dorstener Politik hat sich bereits mit dem Werk beschäftigt - und wird es noch einmal tun, bevor das inzwischen fünf Jahre andauernde Verfahren im Mai endgültig abgeschlossen werden soll. Die Unterlagen und weitere Informationen zur Bürgerbeteiligung können im Internet abgerufen werden.

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