Das Atlantis macht sich hübsch

Freizeitbad ab 4. Dezember geschlossen

Wenn von „Jamaika“ die Rede ist, stehen politisch Interessierten in diesen Tagen die Haare zu Berge. Im Atlantis steht „Jamaika“ für ein Café. Die neu gestalteten Wände dort lassen erahnen, was sich bald auch im Bad tut.

Dorsten

von Stefan Diebäcker

, 23.11.2017, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Frank Schellhaus, kaufmännischer Leiter im Atlantis, vor einer neu gestalteten Wand des Jamaika-Cafés im Atlantis.(Foto: Stefan Diebäcker)

Frank Schellhaus, kaufmännischer Leiter im Atlantis, vor einer neu gestalteten Wand des Jamaika-Cafés im Atlantis.(Foto: Stefan Diebäcker) © Foto: Stefan Diebäcker

Matthias Scheidig ist ein Künstler. Binnen weniger Tage hat der Essener den Restaurantbereich des Freizeitbades mit Spraydose und Airbrush-Technik aufgemöbelt. Da spielt ein Mann am Strand Gitarre, da erleidet ein großer Segler Schiffbruch, da grinst ein Jamaikaner aus der Jamaika-Bar. „Das ist ein Knaller“, findet Geschäftsführer Karsten Meyer. Im Dezember hat Matthias Scheidig einen noch größeren Auftrag.

Dreiwöchige Revisionsphase

Während der dreiwöchigen Revisionsphase ab dem 4. Dezember (Montag) bekommt er freie Hand, die Wände rund ums Sportbecken aufzuhübschen. Einzige Vorgabe: Es muss ums Atlantis gehen. Irgendwie logisch.

Die Veränderung wird den Gästen gleich ins Auge springen, wenn sie sich ab dem zweiten Weihnachtstag wieder in die Fluten stürzen. Ebenso der neue Boden im Foyer und das Farbkonzept, dass laut Meyer „nicht mehr so bunt, aber wertiger“ ist. Im Obergeschoss wird es mehr Familienumkleiden geben, der städtische Bäderbetrieb setzt hier einen oft geäußerten Kundenwunsch um.

Vieles geschieht im Verborgenen

Vieles geschieht in den Wochen vor Weihnachten allerdings im Verborgenen und hat mit der aufwendigen Technik zu tun. „Wir lassen aus allen Becken das Wasser und werden sie reinigen“, betont Meyer. Viel wichtiger allerdings: Alle Leitungen werden trockengelegt und mit Chlordioxid desinfiziert. „Ein durchaus nicht ungefährlicher Vorgang, der nur durch besonders lizenzierte Fachfirmen durchgeführt werden kann“, sagt Meyer.

Die gesamte Schwimmbadtechnik wird gewartet und gereinigt, so werden etwa die Schwallwasserkammern im Keller des Bades ebenfalls aufbereitet. Die Schwallwasserkammern fangen das über die Ablaufrinne übergetretene Schwimmbadwasser auf. Von dort startet der umfangreiche und hochspezialisierte Kreislauf der Wasseraufbereitung.

Gebäudetechnik wird überholt

Ein weiterer Fokus liegt auf der Gebäudeleittechnik. Umfangreiche Modernisierungsarbeiten machen die in die Jahre gekommene Anlage fit für die Zukunft und sollen sich durch energetische Einsparungen in den nächsten Jahren vollständig amortisieren. Das gilt auch für die Lüftungsanlage und die Wasser-Steuerungs-Technik, die auf den neuesten Stand gebracht werden.

„Dies wird sich ebenfalls auf den energetischen Verbrauch positiv auswirken“, glaubt der Geschäftsführer. Die in der Schließungsphase durchgeführten Arbeiten werden einen Umfang von etwa 250.000 Euro haben.

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