Das Herzstück des Polder-Parks ist abgebaut

Das Holz wird eingelagert

Von oben betrachtet zeichnet sich die "liegende 8" als Umriss noch immer in der Erde ab - unter dem hölzernen Boden des Kunstwerks wächst nämlich kein Gras mehr. Ansonsten ist das Herzstück des Lippe-Polder-Park seit Mittwoch Geschichte.

Dorsten

, 23.09.2015, 15:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Herzstück des Polder-Parks ist abgebaut

Der Ringdeichpavillon des Lippe-Polder-Parks ist abgebaut, die "liiegende Acht" der Künstlergruppe "Observatorium" damit in Dorsten Geschichte.

Geert van de Camp von der holländischen Künstlergruppe "Observatorium" hat in den vergangenen drei Tagen mit tatkräftiger Mithilfe von "Polder-Ranger" Udo Sewz und dem Polderbar-Team vom "Schaukelbaum" den Ringdeich-Pavillon abgebaut und verfrachtet.

"Das Holz wird jetzt eingelagert", erzählt der Künstler aus Rotterdam. Und womöglich schon in zwei Jahren wieder aufgebaut. "Es gibt Gespräche mit dem Geldgeber Lippeverband und der Emschergenossenschaft, das Material in anderer Konstellation und an einem anderen Ort wiederzuverwenden."

Dann aber wohl nicht in Form einer "8". "Das müsste dann schon einer großer Zufall sein", so Geert van der Camp. Denn nur hier in Dorsten gab es diese spezielle Geschichte, dass der Pavillon das Zusammenwachsen von zwei Ortsteilen symbolisieren sollte.

Spannender Abbau

Die Künstler von "Observatorium" sind es gewohnt, ihre zumeist temporären Werke irgendwann wieder abbauen zu müssen. "Das ist genauso spannend wie der Aufbau, wenn etwas langsam verschwindet und dann wieder Ruhe einkehrt, das gehört zum Konzept", sagt Geert van de Camp. An den Lippe-Polder-Park wird er sich noch lange erinnern: "Das war ein unglaublich schönes Sommergefühl, wir wussten vorher doch gar nicht, wie dieser Stadtpark auf Zeit von den Dorstenern angenommen wird." Es habe sich gezeigt, dass die Menschen hier das Bedürfnis nach einem Park als Treffpunkt haben.

Gerne würde die Künstlergruppe aus Rotterdam deshalb gemeinsam mit Lippe-Polder-Park-Kuratorin Marion Taube der Einladung von Bürgermeister Tobias Stockhoff folgen, in zwei Jahren den Freizeitpark Maria Lindenhof zu bespielen. "Es wäre schön, wenn auch der Lippeverband als guter Partner wieder mit dabei sein könnte."

Interessantes Gelände

Maria Lindenhof sei "ein interessantes Gelände, weil da Parkstrukturen vorhanden sind, auch wenn die Situation dort im Augenblick nicht positiv ist", so van de Camp. Für die Observatorium-Künstler war nach einer ersten Besichtigung jedenfalls klar: "Da können wir etwas machen, das wird dann aber ganz anders aussehen als im Lippe-Polder-Park." 

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