Das müssen Bankkunden ab 1. Februar beachten

IBAN wird zur Pflicht

Sie ist lang und deshalb für viele Menschen schwer zu merken. Dennoch führt an der IBAN ab dem 1. Februar 2016 kein Weg mehr vorbei, denn dann gehen Bankleitzahl und Kontonummer in der 22-stelligen International Bank Account Number (IBAN) auf. Volksbank und Sparkasse sehen aber keine Probleme auf sich zukommen.

Dorsten

, 15.01.2016, 12:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das müssen Bankkunden ab 1. Februar beachten

So sehen die neuen Überweisungsträger aus.

Denn schon seit August 2014 gilt für Unternehmen und Vereine dieses Verfahren. „Viele haben also beruflich schon mit der IBAN zu tun gehabt und sich daran gewöhnt“, sagt Manfred Hürland, zuständig für Marketing und Kommunikation bei der Volksbank Dorsten. Auf vorgedruckten Überweisungsträgern stehe sie drauf, sodass man sie sich nicht zu merken brauche. Und ansonsten gebe es IBAN-Rechner im Internet.

Vorsicht bei IBAN-Rechnern

Dabei rät Manfred Hürland aber zur Vorsicht: „Ich würde nicht auf jeder Internetseite meine Kontodaten eingeben, sondern nur auf seriösen Seiten, am besten auf der Homepage der eigenen Hausbank.“ Wer kein Internet hat, dem werde am Schalter geholfen: „Da leisten die Mitarbeiter Hilfestellung.“

Er erwarte keine Schwierigkeiten bei der endgültigen Umstellung. Auch Matthias Feller, Direktor der Sparkasse Vest Recklinghausen, sieht keine Probleme aufkommen. „Die Kunden haben sich an die IBAN gewöhnt, was nicht heißt, das sie beliebt ist, aber wir setzen damit EU-Vorschriften um.“ Und diese Umstellung bringe ja auch Vorteile. „Überweisungen ins In- und Ausland gehen schneller. Wenn bis etwa 13 oder 14 Uhr angewiesen wird, kann das Geld noch am selben Tag beim Empfänger im Ausland sein. National sogar bis etwa 15 Uhr“, sagt Feller.

Porto wird in Rechnung gestellt

Wer nach dem 1. Februar noch Kontonummer und Banleitzahl des Empfängers auf den Überweisungsträger schreibe, der bekomme diesen zurückgeschickt und das Porto in Rechnung gestellt, so Feller. „Wir dürfen nämlich nicht in die IBAN umwandeln.“ Anders sieht es aus, wenn der Empfänger seine alten Bankdaten auf den Überweisungsträger schreibt. Diese dürfen umgewandelt werden. Oft wird es aber nicht passieren, dass Überweisungsträger zurückgeschickt werden. Die Sparkasse Vest Recklinghausen hat für Dezember nachgehalten, wie viele Überweisungsträger sie hätte zurückschicken müssen. „2200 wären es insgesamt gewesen. Das sind unter einem Prozent der Girokonten“, sagt Feller.

Der einheitliche europäische Zahlungsverkehr SEPA (Single Euro Payments Area) löst den bisherigen nationalen Zahlungsverkehr im Februar ab. Die eigene IBAN und auch den BIC (Business Identifier Code) für Auslandsüberweisungen findet man in der Regel auf der Rückseite seiner Geldkarte sowie auf den Kontoauszügen. Alte Vordrucke von Überweisungsträgern werden ungültig.

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