Das Vertrauen der Einheimischen gewonnen

20.07.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Gahlen Der Gedenkstein für den Obristen von Crause vor der Gahlener Dorfkirche, der im Mai 1989 von Dinslaken aus ins Lippedorf zurückgeführt wurde, hält zugleich die Erinnerung wach an einen Spross der von Grauses, der gleichfalls in Gahlen Geschichte machte: Georg Friedrich Schmidt. Er starb vor 150 Jahren.

Georg Friedrich Schmidt, geboren am 22. Februar 1789 in Haldern, war Verwaltungssekretär. Der Graf von Quadt-Hüchtenbruch auf Schloss Gartrop, der französischer Maire in der Mairie Gartrop wurde, stellte den Verwaltungsfachmann Georg Friedrich Schmidt als. seinen Bürgermeistersekretär an.

Als Gahlen nach Beendigung der französischen Besetzung wieder preußisch wurde und Graf Quadt-Hüchtenbruch bei der Bürgermeisterwahl auf eine Kandidatur verzichtete, übernahm Georg Friedrich Schmidt dieses Amt. "Schmidt hatte sich während der französischen Herrschaft das Vertrauen der Eingesessenen im reichsten Maße erworben", berichtete Heimatforscher Willy Erley.

14 Tage nach dem Antritt als Bürgermeister heiratete Schmidt die Gahlenerin Christine von Frenz. Das Paar zog nach Gahlen auf den Besitz der von Grauses, den Hof zu Gahlen. Gahlen wurde dadurch der Amtssitz der neuen Bürgermeisterei, zu der die Gemeinden Bruckhausen, Bucholtwelmen, Gahlen, Gartrop und Hünxe gehörten.

Nach dem Tode des Obristen von Crause am 6. August 1819 wurde Bürgermeister Schmidt Besitzer des Hofes zu Gahlen. Der Hof zu Gahlen stand in der Haus-Gahlen-Straße. Auf dem Gelände der ehemaligen Wohn- und Wirtschaftsgebäude befindet sich heute das Haus der Familie Heckermann.

Neun Kinder

Bürgermeister Schmidt hatte neun Kinder, fünf Töchter und vier Söhne. Sohn Wilhelm übernahm später das elterliche Erbe.

Durch Erbteilungen ist der Hof zu Gahlen in den nachfolgenden Jahrzehnten in andere Hände übergegangen.

Bürgermeister Schmidt starb am 11. Juli 1857 an den Folgen eines Schlaganfalls. Seine Frau starb am 19. Dezember 1860.

Beide wurden auf dem von Sevenaerschen Friedhof beerdigt, der sich nach Angaben Willy Erleys neben dem Wohnhaus auf Eiferts Kotten befand. H.Sch.

Lesen Sie jetzt