DB kommt bei Emschertal-Bahn wieder zum Zuge

RB 43-Übernahme am 13. Dezember

Zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember findet auf der Linie RB 43 zwischen Dorsten und Dortmund ein Betreiberwechsel statt. Neun Jahre lang war die Nordwestbahn auf der „Emschertal-Bahn“ unterwegs. Künftig wird die RB 43 zum Teil des „Neuen Sauerland-Netzes“, das die DB Regio NRW im Wettbewerb gewinnen konnte.

DORSTEN

, 08.12.2015, 16:42 Uhr / Lesedauer: 1 min

Für die Dorstener Pendler ändert sich dadurch nichts, erklärte Bahnsprecher Dirk Pohlmann auf Anfrage unserer Zeitung. Zwar wird es sonntags morgens ab 7.42 Uhr eine zusätzliche Verbindung nach Dortmund geben, aber erst ab Wanne-Eickel und nicht von Dorsten aus.

Als Fahrzeuge eingesetzt würden zunächst Triebwagen des Typs "VT 628". "Ein etwas älteres Modell", so Dirk Pohlmann. Erst wenn die Deutsche Bahn Ende 2016 das neue Sauerland-Netz komplett übernimmt, wird auch die Emschertalbahn mit nagelneuen Fahrzeugen der Firma "Pesa" bestückt. "Das ist ein polnisches Unternehmen, das erstmalig eine Ausschreibung auf dem deutschen Markt gewonnen hat", so der Bahnsprecher.

Symbolische Schlüsselübergabe

Am Montag, eine Woche vor dem offiziellen Betreiberwechsel, trafen sich Führungskräfte und Mitarbeiter von NordWestBahn und DB Regio NRW am Dortmunder Hauptbahnhof bereits zur symbolischen Schlüsselübergabe. "Selbstverständlich werden wir bis Betriebsschluss am kommenden Samstag den Verkehr mit der gewohnten Zuverlässigkeit und vollem Einsatz weiterführen", versichert Hark Neumann, Regionalleiter der Region Niederrhein/Ruhr der Nordwestbahn (NWB). Dennoch steht insbesondere für das Zugpersonal der RB 43 ein recht schwerer Abschied an.

3500 Fahrgäste an Werktagen

"Die Linie war für mich und meine Kollegen immer etwas Besonderes", erzählt Eva-Maria Döring, die als Triebfahrzeugführerin seit Betriebsstart im Dezember 2006 täglich auf der Strecke unterwegs ist. An Werktagen nutzen knapp 3500 Fahrgäste die Züge zwischen Dortmund und Dorsten – die Fahrgastzahlen sind in den vergangenen Jahren dabei deutlich gestiegen. "Die meisten sind Stammkunden, zu denen wir ein sehr persönliches und herzliches Verhältnis pflegen", erläutert Döring. "Viele Fahrgäste begleiten wir schon lange Jahre – man kennt sich eben." 

Zum Abschied hat sich die Nordwestbahn etwas Besonderes ausgedacht: Es wurden in den Zügen Taschentücher an die Fahrgäste verteilt.

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