Deutener Manfred König will etwas gegen das Chorsterben machen

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Viele Chöre leiden unter Sängerschwund. Chorgesang ist nicht mehr „in“. Da will der Deutener Manfred König entgegensteuern und ein Netzwerkgrümden. Eine Homepage gibt es übrigens schon.

Dorsten

, 21.01.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Deutener Manfred König ist selbst seit vielen Jahren mit Leidenschaft Sänger und schon seit mehr als 25 Jahren im MGV Deuten aktiv. Seit geraumer Zeit hat er sich überlegt, dem Chorsterben in der Region etwas entgegenzusetzen.

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Erst kürzlich haben sich zwei Chören im Dorstener Norden zusammengeschlossen, da die aktiven Mitglieder weniger werden. Dabei kümmert sich jeder Chor in der Regel und im Rahmen seiner eigenen oft bescheidenen Möglichkeiten, um seine eigenen Angelegenheiten. Im Einsatz zum Beispiel für öffentliche Gelder, Marketing, Werbemöglichkeiten, Rechtsberatung, Konzertorte, Probenräume etc. erfordert es in jeder Sängergruppe dauerhaft nachhaltigen Vorstandseinsatzes, was häufig nicht zu schaffen ist. Je nach Motivation und Einsatzbereitschaft der Vereinsführung gilt es hier, kreativ zu sein, um gegen Stagnation und eventuellen Niedergang etwas zu tun.

Eine eigene Homepage gibt es bereits

Da stellt sich Manfred König die Frage: Ist jetzt die Zeit reif für ein Chornetzwerk in unserer Stadt? Aus diesem Grund setzte er seine Idee einer eigenen Homepage www.chorstadt-Dorsten.de für diesen Zweck in die Tat um.

„Es sollte doch in unserer Stadt möglich sein, sich mit anderen Chorgemeinschaften in einheitlicher und nutzbringender Grundstruktur zusammenzuschließen, um gegenseitig und nachhaltig Organisationsvorteile zu erzielen. Hierbei bleibt jede Gruppe, jeder Verein auf Dauer eigenständig. Ein angestrebtes strategisches Zwischenziel unter nachhaltiger Zusammenarbeit mit der Stadtagentur Dorsten ist die Bildung einer Arbeitsgemeinschaft Dorstener Chöre und Ensembles“, erklärt Manfred König.

„Chorstadt Dorsten e.V.“

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Mit Unterstützung der Stadtagentur und gebührender Vorlaufzeit ist aber das übergeordnete angestrebte Anliegen, die Sensibilisierung der „Dorstener Chöre“ zur Gründung einer Kooperations- und Interessengemeinschaft „Chorstadt Dorsten e.V.“

„Im Chorverbund liegt die Stärke“

„Im Chorverbund liegt die Stärke“, weiß der 79-jährige Deutener. „Es lässt sich gemeinsam oft mehr gewinnen, verbessern, weiterentwickeln und erreichen. Nach Rückmeldungen von Sängerkollegen wird das Vorhaben nur lobend bewertet. Aus diesem Grund habe ich jetzt auch den Weg einer größeren Öffentlichkeit gesucht“, erklärt Manfred König. „Ich möchte, wie es ein Sängerkollege sagte, Geister wecken und Kräfte in Dorsten vereinen, die bei einem Aufbau der Chorstadt mit Ideen und Aktivitäten mitgehen.“

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Es soll sich in Dorsten und darüber hinaus ein Chornetzwerk bilden mit maximal zehn bis zwölf Chören. Bedeutet, dass sich die jeweiligen Chorbeauftragte an einen Tisch setzen und ihre Ideen austauschen und Kräfte bündeln, damit die Chorvielfalt in Dorsten erhalten bleibt.

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