Deutener Müller öffnete sein Schmuckkästchen

DEUTEN Den Mühlentag nahm Müller Johannes Böing zum Anlass, die Tüshaus-Mühle in Deuten für die interessierte Öffentlichkeit zu öffnen. Für viele Familien war die Mühle neben der Rhader Mühle zu Pfingsten ein beliebtes Ausflugsziel.

von Von Frauke Logermann

, 12.05.2008, 16:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
Müller Johannes Böing zeigte seinen Besuchern, wie welche Arbeitsgeräte in der Mühle früher zum Einsatz kamen.

Müller Johannes Böing zeigte seinen Besuchern, wie welche Arbeitsgeräte in der Mühle früher zum Einsatz kamen.

Ein reichhaltiges Kuchenbuffet lud die Besucher zum Verweilen ein und Johannes Böing, Verwalter des Kulturdenkmals, begab sich mit allen Geschichtsinteressierten auf eine spannende Führung durch seine alten Werkstätte. Trotz strahlendem Sonnenschein waren weniger Besucher als in den Vorjahren gekommen. Doch dafür genossen die anwesenden Besucher die idyllische Atmosphäre der Mühle in vollen Zügen.

Die Ursprünge der Tüshaus Mühle reichen bis ins 16.Jahrhundert zurück. Johannes Böing, der selbst viele Jahre Müller in der Tüshaus- Mühle war, begann 1983 mit der Restaurierung des Gebäudes. Dies war allerdings kein leichtes Unterfangen, denn: „Hier sah es fürchterlich aus“, erklärte der Müller. Um so erstaunter waren die Besucher über den guten Zustand der Mühlengeräte. Besonders die kleineren Gäste waren begeistert, als sie die alten Gerätschaften der Mühle in Gang setzten durften.

Ganz schön anstrengende Arbeit

„Das ist ganz schön anstrengend“ stöhnte Leon Schott, der mit Ursina Scholl versuchte einen Hebel zu bewegen.Das Leben eines Müller war insgesamt sehr kräftezehrend. „Wir arbeiteten von sechs Uhr morgens bis acht Uhr abends und niemand beschwerte sich“, erklärte Johannes Böing. Für Karen Schott und ihre Familie ist das Mühlenfest schon fester Bestandteil des Familienprogramms. „Wir sind schon das 4. Mal hier und die Kinder lernen jedesmal wieder etwas neues dazu. Wo sonst gibt es noch Geschichte zum Anfassen?!“

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