Bei Veranstaltungen in der City von Dorsten soll es verstärkt einheitliche Stände geben

rnAltstadt Dorsten

Holzoptik und Leinendach - so sehen die 20 Stände aus, die von der DIA angeschafft werden und die Vereine und Einrichtungen ausleihen dürfen. Dafür gab es jetzt Geld aus dem Altstadtfonds.

Dorsten

, 24.11.2019, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bei Veranstaltungen in der Dorstener Altstadt - wie etwa dem Hansefest, dem Weltkindertag und anderen Events - sollen künftig verstärkt einheitliche Marktstände zum Einsatz kommen, wie sie optisch auch vom allmonatlichen Feierabendmarkt am Platz der Deutschen Einheit hier bekannt sind: aus Massivholz, mit Leinendach und Leinenschürze.

Innenstadt aufwerten

Wie Dorstens City-Manager Christoph Krafczyk vom Stadtteilbüro „Wir machen Mitte“ auf Anfrage unserer Redaktion mitteilte, wurde einem diesbezüglichen Antrag der „Dorstener Interessengemeinschaft Altstadt“ (DIA) auf Förderung aus dem Altstadtfonds stattgegeben.

Die Kaufmannschaft will insgesamt 20 Marktstände für rund 17.000 Euro in Holzbauweise anschaffen, die auch zum Ziel haben, die Innenstadt als Veranstaltungsort aufzuwerten. Zudem sollen damit ehrenamtliche Vereine und gemeinnützige Einrichtungen unterstützt werden: Denn diese können die Marktstände kostenneutral von der DIA für Veranstaltungen im Projektgebiet von „Wir machen Mitte“ ausleihen.

50 Prozent Eigenanteil

Der Altstadtfonds mit jährlich bis zu 50.000 Euro Fördermitteln wurde eigens für das Stadtumbauprojekt „Wir machen Mitte“ aufgelegt. Mit einem Eigenanteil von 50 Prozent können Vereine und Initiativen damit nachhaltige Projekte umsetzen.

So sind bislang beispielsweise die Lions-Club-Initiativen „Pavillon am Kletterpark des Treffpunkts Altstadt“ (Kosten: 23.000 Euro) und „Blinden-Stadtmodell“ (32.000 Euro) an der Agathakirche zur Hälfte durch den Altstadtfonds finanziert worden, auch der Adventskranz der DIA am Recklinghäuser Tor (34.500 Euro) und die neue Brunnen-Parkanlage der Altstadtschützen (34.000 Euro) wurden durch einen solchen Zuschuss realisiert.

Induktive Hörgeräte

Von den Kosten für die erwähnten Marktstände trägt auch die DIA die Hälfte, also 8330 Euro. Ebenfalls vom zuständigen „Wir machen Mitte“-Beirat einstimmig angenommen wurde der gemeinsame Antrag von Jüdischem Museum und Stadtagentur: Mithilfe von sechs induktiven Hörgeräten samt Kopfhörern sollen hörbeeinträchtigte Bürger künftig besser an Stadtführungen, Lesungen, Stadtteilkonferenzen und so weiter teilnehmen. Dafür gab einen Zuschuss in Höhe von 1920 Euro, den Eigenanteil übernimmt das Jüdische Museum.

100.000 Euro im nächsten Jahr

Im Vergleich zu anderen Städten, die ähnliche Fonds aufgelegt haben, sei die Resonanz auf dieses Angebot trotz des 50-prozentigen Eigenanteils der Antragsteller sehr gut, so Christoph Krafczyk. Derzeit befinden sich trotzdem noch 55.780 Euro Restmittel im Topf, die im Gegensatz zu dem Bürgerbudget nicht am Ende des Jahres verfallen. Heißt: Für das nächste Jahr stehen gut 100.000 Euro (Eigenanteil und Fördermittel) aus dem im Jahr 2021 auslaufenden Altstadtfonds zur Verfügung.

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