Die Bühne bebte unter synchronen Tanzschritten

Dance Masters

"Faszination Irland" konnte man am Freitagabend in der St. Ursula-Realschule erleben. Das Ensemble "Dance Masters" entfachte zwei Stunden lang ein Feuerwerk aus Licht, Sound und Bewegung.

DORSTEN

von Von Sabine Bornemann

, 06.02.2011, 13:33 Uhr / Lesedauer: 2 min
Blondie Kate tanzt zwischen ihren Verehrern Kevin und Patrick Dance.

Blondie Kate tanzt zwischen ihren Verehrern Kevin und Patrick Dance.

Dazwischen sollten Fotos von typisch irischen Landschaften eine kleine Zeitreise als Rahmenhandlung erzählen: Ab der Mitte des 18. Jahrhunderts reisten wandernde Tanzlehrer in Irland von Dorf zu Dorf und brachten der Landjugend das Tanzen bei. So konnte sich das Publikum in der Show auch über erste unbeholfene Steppversuche in Bauernkleidern und mit nackten Füßen amüsieren.  

An vielen Orten haben sich bis heute ganz eigene Schulen mit besonderen Schrittfolgen und Kostümen entwickelt und die Dance Masters hatten davon eine unglaubliche Bandbreite in ausgefeilten Choreografien auf Lager. In kurzen „Clicks“ brachten sie alle Facetten des irischen Tanzes auf die Bühne. Als Kontrast zu den hämmernden Stepps wirkten vor allem die Einlagen mit lautlosen Ballettschuhen.

Besser als der historische Abriss funktionierte eine Dreiecksgeschichte als „roter Faden“: Tanzlehrer Patrick liebt Kate, aber die hat eine Beziehung zu Kevin. In einer Reihe von Nummern ging es um das gegenseitige Ausstechen der beiden Rivalen und das Werben um Kate. Beide Lover wurden unterstützt „von ihrer Schule“ und hatten ausgiebig Gelegenheit, sich als brillante Solotänzer zu messen. Dabei ging die Zeitreise weiter bis in die 60er und 80er Jahre des letzten Jahrhunderts mit Zitaten aus erfolgreichen Shows wie „Riverdance“ oder „Lord Of The Dance“.

Die Gegenwart wurde schräg transportiert: Videoprojektionen in grellen Falschfarben, Discoblitze und Tänzer im Lederdress. Schließlich gewann Patrick seine Kate, aber auch die frühere Freundschaft zu Kevin kam wieder ins Lot. Die Musik zum Tanz wurde live gespielt und war nicht weniger rasant und impulsiv als ihre Umsetzung in Bewegung. Zwischen den Tanznummern wurden die Musiker auch mal auf der Bühne sichtbar.

Eine unmittelbare Verbindung zwischen Instrumentalist und Tänzer gab es am Ende: Banjo-Rhythmen und Steppgeklapper im Dialog. Die ganze Show war durchgehend gut und temporeich inszeniert und verband traditionelle Elemente mit moderner Bühnentechnik.

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