"Die Bullemänner" sind NRW-Kult

Begeisterung im Gemeinschaftshaus

"Ramdösig" ging es am Freitagabend mit den Bullemännern im Gemeinschaftshaus Wulfen zu. Die westfälische Kabaretttruppe, längst NRW-Kult, zeigte ihr gleichnamiges Programm mit westfälischem Humor.

Wulfen-Barkenberg

von Andreas Hofmann

, 10.09.2017, 15:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
"Die Bullemänner" sind NRW-Kult

Brüllend komisch: Die Bullemänner begeisterten die Zuschauer im Gemeinschaftshaus Wulfen mit ihrem bekannten westfälischen Humor.

Da ging es staubtrocken, komisch, skurril und typisch westfälisch zu. Die Geschichten handelten vom Ehealltag, es ging um die Integration von Flüchtlingen in die freiwillige Feuerwehr, Automarken und vom Vieh.

Die Bullemänner Heinz Weißenberg und Augustin Upmann – sowie Svetlana Svoroba am Piano gaben ihr Bestes und brachten die Zuschauer zum Lachen. Der Alltag des kleinen Dorfes Suchtdrup in der westfälischen Einöde wurde zur erlebten Geschichte. Schließlich war dort die kapitalistische Realität, ein Oligarch, eingezogen. Erst kaufte er das Abwassersystem und dann den Fußballverein. Klar, das Dorf hatte Geld, aber die Abwasserkosten schossen in die Höhe. Eine Szene ging am Freitagabend in die nächste über.

Sarkasmus und Witz

Politischer Witz, schmissiger Humor und eine gehörige Portion Sarkasmus standen auf dem Programm. Upmann und Weißenberg überlegten etwa, dass Autonamen freundlicher sein sollten. Ihre Vorschläge: BMW Lippramsdorf, Audi Podolski oder Opel Ösil, da kannte die Kreativität keine Grenzen. Auch der heimische Mähdrescher wurde umbenannt. Claas Mahatma, „ich dresche in friedlicher Absicht“, und mit Blick auf die Käfige an Münsters St. Lamberti bemerkte das Duo: „Andersgläubige zu massakrieren, war mal eine katholische Kernkompetenz. Schließlich kommen Potentate aus aller Welt nach Münster, um zu sehen, was man mit Andersgläubigen machen kann.“

Ursprung in Westfalen

Da lernte der aufmerksame Zuschauer auch, dass alle Tänze dieser Welt ihren Ursprung in Westfalen haben. So entstand etwa Zumba beim Pinkeln am elektrischen Weidezaun und das Headbandurch das Nicken bei der Hochzeit. Auch „Fifty shades of grey“ hinterließ durch ein verändertes Sex-Leben im westfälischen Dorf seine Spuren. Da musste die Feuerwehr bei knapper Funktionswäsche, mit rosa Plüschhandschellen und dem elektrischen Viehtreiber ran, was bei den Protagonisten die Frage aufwarf: „Kann man nicht einfach wie früher mit Licht aus“. Ein unterhaltsamer Abend mit kabarettistischem Nonsens auf westfälischem Niveau.

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