Die Gefahr lauert im E-Mail-Postfach

Betrüger verschicken Phishing-Mails

Wer in diesen Tagen nicht mit einer gesunden Portion Skepsis an die Bearbeitung seiner E-Mails herangeht, kann unter Umständen eine unliebsame Überraschung erleben. Viele Internetnutzer erhalten zurzeit zuhauf sogenannte "Phishing-E-Mails" - auch die Redaktion der Dorstener Zeitung ist davon betroffen.

Dorsten

von Philipp Lobbe

, 04.03.2015, 17:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Gefahr lauert im E-Mail-Postfach

Phishing-Mails wie diese erreichen zurzeit mehrmals täglich auch die Redaktion der Dorstener Zeitung.

„Phishing“ ist ein Kunstwort aus „Passwort“ und „Fishing“ und bezeichnet Angriffe, bei denen Nutzern gezielt Passwörter, Kreditkartendaten oder andere vertrauliche Informationen entlockt werden sollen.

In die Falle gegangen

Dies gelingt den Angreifern, indem sie massenhaft geschickt formulierte E-Mails an alle erdenklichen E-Mail-Adressen schicken. Sobald der Nutzer auf Links in der E-Mail klickt, mitgesendete Datei-Anhänge öffnet oder auf die E-Mails antwortet, ist er den Betrügern in die Falle gegangen. Auch einige Dorstener fielen dieser Masche bereits zum Opfer. Besonders häufig berichten Leser über E-Mails, die dem Anschein nach von Logistikunternehmen wie DHL oder UPS verschickt worden sind.

„Die E-Mails sehen zunächst einmal seriös aus. Öffnet man die E-Mail jedoch und klickt auf einen der enthaltenen Links, lädt sich der Nutzer einen Trojaner herunter“, weiß Johann Tissen von der IT-Firma Sector 27 aus Dorsten. „Mit Hilfe solcher Trojaner können Betrüger im schlimmsten Fall in den Besitz von Kennwörtern oder anderen Zugangsdaten kommen“, so Tissen weiter. Dies erklärt auch die Verwunderung bei der Firma Schütte Landtechnik aus Marsberg, die als Absender in der Phishing-Mail stand, die die Dorstener Zeitung erreichte.

Problem bei DHL bekannt

Auch Achim Gahr, Pressesprecher bei DHL, ist das Problem bekannt. „Wir wissen, dass auch unser Name für das Versenden von Phishing-E-Mails missbraucht wird. Leider können wir in den meisten Fällen nicht mehr tun, als die Menschen auf unserer Homepage davor zu warnen. Es ist sehr schwierig die Leute, die hinter solchen E-Mails stecken, zu ermitteln.“

Die Dorstener Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW rät, immer wieder einen Blick in ihren „Phishing-Radar „zu werfen. Dort erhalten Verbraucher unter anderem Hinweise über aktuelle Phishing-Fälle:

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