Die Mitte zeigte Gärten

Premieren-Veranstaltung

Der Stadtgarten als Erholungsoase mit bunten Blumen, der Wirtschaftsgarten mit Gemüse- und Obstanbau, der Garten als Biotop oder der einladende Vorgarten neben der Hauseingangstür: Am Sonntag gab es all das zu sehen bei der Aktion "Mitte zeigt Gärten".

Dorsten

, 26.06.2017 / Lesedauer: 3 min

Mitorganisatorin Maren Blasius, beim Stadtteilbüro zuständig für Technisches Stadtteilmanagement, beschreibt: „Wir möchten mit dieser Aktion Menschen zusammenführen. Inspiriert hat uns der Tag der offenen Gartenpforte.“ Fünf Gärten im städtischen Bereich machten bei der Premiere mit. Dabei waren die Privatgärten der Familie Baldauf an der Goethestraße, Familie Schüler an der Reiherstraße und Familie Klümpert am Lohmannskamp.

Wie im Urlaub

Die Geschwister-Scholl-Schule zeigte ihren Schulgarten und der fünfte Garten im Bunde war der am LWL-Wohnhaus, Im Werth. „Mein Garten ist für mich wie eine Insel“, sagte Gastgeberin Ulrike Baldauf. „Wenn ich im Garten sitze, habe ich Urlaub. Den Garten in Schuss zu halten, bedeutet zwar auch viel Arbeit, aber das ist eine Arbeit, die Spaß macht.“ Was sie mit Urlaub meinte, konnten die Gäste am Sonntag live erleben. Sie saßen auf Stühlen und Bänken, umgeben von bunten Blumen und grünen Pflanzen, lehnten sich zurück und ließen sich Kaffee und Kuchen schmecken. Den Kaffee und den Kuchen gab es, genau wie Erdbeerbowle und kleine Snacks, gegen eine Spende an das Friedensdorf in Oberhausen. „Hier habe ich viele Jahre ehrenamtlich gearbeitet“, erklärte Ulrike Baldauf.

Urwüchsiger Schulgarten

Szenenwechsel. Der Schulgarten der Geschwister-Scholl-Schule präsentiert sich urwüchsig. Keine bunten Blumen, sondern Nutzpflanzen dominieren. Hier werden im sogenannten Wirtschaftsgarten Kartoffeln, Karotten und anderes Gemüse angebaut. „Der Garten ist naturnah angelegt“, so Konrektor Jörg Habig. „Wir haben beim Pflanzen und bei der Gestaltung darauf geachtet, dass wir unseren Garten auch zu Unterrichtszwecken nutzen können.“ Jörg Habig ist auch Leiter der Bienen- AG und zeigte den interessierten Besuchern die Bienenstöcke im Schulgarten.

Dritter Garten und wieder ein anderes Bild. Familie Schüler möchte mit ihrem Vorgarten den Eingangsbereich des Mehrfamilienhauses an der Reiherstraße verschönern. „Es soll einladend aussehen, wenn man nach Hause kommt“, so die Gastgeber. „Bei der Bepflanzung sind verschiedenste Dinge zu beachten: Der Garten darf den Kostenrahmen nicht sprengen und er muss leicht zu pflegen sein.“ Clemens Schüler ergänzte: „Da der Klimawandel in vollem Gange ist, haben wir uns für Pflanzen entschieden, die auch bei Hitze und Trockenheit gut wachsen.“ Darunter sind etwa Lavendel, Frauenmantel, Salbei und Currykraut.

Neues zu entdecken

Auch am Lohmannskamp und Im Werth gab es gartentechnisch Neues zu entdecken. Trotz durchwachsenen Wetters kamen viele Gartenfreunde und lobten die Aktion von „Mitte zeigt Gärten“. „Wir hoffen, dass diese Aktion wiederholt wird und dann noch mehr Gärten mitmachen“, sagte eine Besucherin. „Die Gastgeber und ‚Wir machen Mitte‘ haben gemeinsam angepackt und eine schöne Aktion auf die Beine gestellt.“

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