Die Stellungnahme von Elke Stein-Hecky

Sprachrohr der KFD

Bei der Katholischen Frauengemeinschaft kam das Vorgehen des Kirchenvorstandes von St. Matthäus gar nicht gut an. Hier die Stellungnahme von Elke Stein-Hecky im Wortlau. Stein-Hecky wirkt seit 21 Jahren bei der KFD mit.

Dorsten

20.04.2016, 14:57 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Stellungnahme von Elke Stein-Hecky

Karnevalsfeier der KFD-St. Matthäus. An Weiberfastnacht feierten die Frauen unter den Titel "Bunter Kostümball".

Ist die Kirche noch für die Gemeinde da oder geht es nur noch um Geld?

Am Samstag gab der Kirchenvorstand der Matthäusgemeinde Wulfen in einer sehr kurzfristig angesetzten Pfarrversammlung bekannt, dass das Matthäusheim ab dem 1.12. für mindestens 2 Jahre an die Familienbildungsstätte vermietet wurde.

"Was mich als Nutzer des Matthäusheims besonders auf die Palme brachte, war die Tatsache, dass man es im Vorfeld nicht für nötig erachtete, mit den Betroffenen zu sprechen. Man hielt es noch nicht einmal für angebracht, in der kurzen Ankündigung darauf hinzuweisen, worum es in der Pfarrversammlung gehen sollte. Es hieß nur, es wären alle Gemeindemitglieder eingeladen, da das Kernthema der Versammlung für alle wichtig und interessant sein wird.

Es ist offensichtlich: ein Austausch war gar nicht geplant, sondern es galt: "Friss die Entscheidung oder stirb".

In meinen Augen sieht es so aus, dass sich der Kirchenvorstand im Vorfeld keine Gedanken darüber gemacht hat, wie es für die Nutzer des Matthäusheims weitergehen soll. Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Familienbildungsstätte alle Aktivitäten der bisherigen Nutzer berücksichtigen kann und will.

Zwei winzige Punkte im Programm

Wenn ich nur die vielen Veranstaltungen betrachte, die die KFD für die Gemeindemitglieder im Laufe eines Jahres auf die Beine stellt, so kommen uns viele Fragen. Kann die Generalversammlung zum Beispiel nicht mehr im Matthäusheim stattfinden, wird es für die Theatergruppe schwierig werden, ihre Stücke aufzuführen. Hat die Theatergruppe keine Möglichkeit mehr, in passenden Räumen zu üben und zu spielen, wird es auch keine Karnevalsveranstaltung mehr geben etc. (und das sind nur 2 winzige Punkte im gesamten Programm).

Aber nicht nur die Mitglieder der KFD sind betroffen. Auch andere Gruppen wissen nicht, ob sie weiterhin existieren können, wo sie hinsollen: Kinderchor, Männergesangverein, Kirchenchor, Musikschule, Gymnastikgruppen, diverse Seniorengruppen, die Tanzgruppe etc. Die in Aussicht gestellten Räume im Pfarrhaus sind viel zu klein für die meisten Gruppen!

Wir, die wir seit Jahren einen großen Teil unserer Freizeit opfern, um mit viel Engagement Leben in die Gemeinde zu bringen, werden übergangen, wenn es um solche wichtige Entscheidungen geht. In meinen Augen wird das Ehrenamt hier mit Füßen getreten!!

Der Kirchenvorstand muss sich auch fragen lassen, wozu er einen Gemeindeausschuss gebildet hat, der das Gemeindeleben beleben sollte (und dabei wieder um die Mithilfe der Ehrenamtlichen bat), wenn er gleichzeitig alles dafür tut, das Gemeindeleben auszulöschen. Denn in meinen Augen ist die Vermietung des Matthäusheimes ein großer Schritt in diese Richtung!

Es steht außer Frage, dass weniger Gelder zur Verfügung stehen und es gespart werden muss. Aber es wäre schön gewesen, wenn man gemeinsam eine Lösung gesucht hätte. Die Kirche entfernt sich immer mehr von ihren Mitgliedern, wundert sich aber, dass der Zuspruch immer mehr abnimmt!

 

 

 

 

 

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