Dorsten gedenkt der Menschen, die am Coronavirus verstorben sind

1 Jahr Coronavirus

54 Dorstenerinnen und Dorstener sind innerhalb eines Jahres an oder mit dem Coronavirus verstorben. Ihnen will die Stadt am 29. März öffentlich gedenken.

Dorsten

von Dorstener Zeitung

, 22.03.2021, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Alle Menschen, die nicht persönlich teilnehmen, können, können eine Kerze ins Fenster stellen. (Symbolbild)

Alle Menschen, die nicht persönlich teilnehmen, können, können eine Kerze ins Fenster stellen. (Symbolbild) © picture alliance/dpa

Die Stadt Dorsten lädt für den 29. März (Montag) um 20 Uhr zu einem kurzen Interreligiösen Gebet auf den Marktplatz ein. Begleitet wird das Gebet von Karl-Erich Lutterbeck (Evangelische Kirchengemeinde Dorsten), Pfarrer Dr. Stephan Rüdiger (Katholische Pfarrgemeinde St. Agatha) sowie von Kantor Isaac Tourgmann von der jüdischen Kultusgemeinde und Vorbeter Lütfü Arslan von der Hervester Moscheegemeinde an der Halterner Straße.

Kerzen auf den Fensterbänken des Alten Rathauses

Auf den Fensterbänken des Alten Rathauses werden an diesem Abend Kerzen brennen – eine Kerze für jeden mit dem Coronavirus verstorbenen Menschen aus Dorsten.

Es war vor einem Jahr, am 29. März 2020, an einem Sonntag, als Bürgermeister Tobias Stockhoff die Nachricht erhielt, dass der erste Dorstener Bürger am zu dieser Zeit noch neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 verstorben ist. Es handelte sich um einen 70 Jahre alten Mann mit Vorerkrankung, der zuletzt im Krankenhaus behandelt wurde. Es war der erste Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Dorsten und im gesamten Kreisgebiet.

Mittlerweile sind allein in Dorsten seit Beginn der Corona-Pandemie 54 Menschen verstorben, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Kreisweit sind es schon 736 Bürgerinnen und Bürger, bundesweit sind es mit Stand 22. März über 74.000 Menschen, die ihr Leben mit einer Infektion mit dem Coronavirus verloren haben.

„Wichtig, dass wir uns weiter an die Regeln halten“

„Dass allein in unserer Stadt innerhalb eines Jahres 54 Menschen ihr Leben in Folge einer Corona-Infektion verloren haben, verdeutlicht, wie gefährlich dieses Virus ist und wie wichtig es ist, dass wir uns weiterhin an die Regeln halten. Unser Leben wird dadurch zwar an vielen Stellen eingeschränkt, aber wir alle können mit unserer Disziplin Leben retten“, sagt Tobias Stockhoff.

Selbstverständlich gelten bei der Gendenkfeier die Regeln der Corona-Schutzverordnung, das heißt, es besteht die Pflicht, eine medizinische Maske zu tragen, außerdem ist ein Mindestabstand von 2 Metern einzuhalten.

Alle Menschen, die nicht persönlich teilnehmen können, können ihre Anteilnahme an diesem Tag um 20 Uhr zum Ausdruck bringen, indem sie eine Kerze ins Fenster stellen.

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