Dorsten muss um Aufmerksamkeit kämpfen

31.07.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dorsten/Berlin Erst Kaiserslautern, dann Berlin und zwischendurch auch mal Mexiko, Ecuador und Chile.

Wenn Christina Pachaly die Kilometer zusammenzählen würde, die sie schon um den Globus zurückgelegt hat, käme da eine ordentliche Summe zusammen. Keine Frage, die Dorstenerin ist viel unterwegs.

Momentan hat sie allerdings für das weite Reisen keine Zeit. Sie muss sich mit Bade-Ausflügen ins Berliner Umland begnügen, denn zurzeit sitzt sie in der deutschen Hauptstadt und schwitzt über ihrer Diplomarbeit.

Rolle von Festivals

Thematisch hat es die angehende Stadtplanerin von der Technischen Universität Berlin jedoch wieder in die alte Heimatregion zurück verschlagen. Ihre Arbeit beschäftigt sich nämlich mit der Kulturhauptstadt Ruhr 2010. Genauer: mit der Instrumentalisierung von Festivals für die Stadtentwicklung.

Zwar konzentriert sich Christina Pachaly bei ihrer Untersuchung auf die Städte Bochum, Gelsenkirchen, Duisburg und Essen. Sie verfolgt dennoch die Diskussionen in ihrer Heimatstadt zum Thema Ruhr 2010 mit großem Interesse. Schließlich fügt sich das Profil Dorstens in die Reihe jener Städte ein, die bei der eigenen städtischen Themenfindung mit Projektvorschlägen vergleichsweise enormer Größenordnung zu konkurrieren haben (ein Beispiel ist die künstlerische Inszenierung der A40).

"Wichtig für kleinere Städte wie Dorsten bei der Bewerbung ist die regionale Vernetzung", betont die angehende Stadtplanerin. In der Möglichkeit, kommunalen Kooperationen anzustoßen oder bestehende weiterzuentwickeln, liegen für sie Dorstens Chancen bei der Kulturhauptstadt 2010.

Aber Christina Pachaly ist bei ihrer Prognose vorsichtig: "Gerade was Tourismus anbelangt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich externe Besucher hauptsächlich große Ruhrgebiets-Städte ansehen werden.

Für Dorsten sieht sie die Erfolgsaussichten daher vor allem beim Ausbau des Ruhrgebiets-internen Tourismus. Aktionen im Rahmen des Local-Heroes-Projekts schaffen ihrer Meinung nach gute Möglichkeiten, Besucher aus dem Ruhrgebiet nach Dorsten zu locken.

Reise nach Dorsten

Auf die weitere Entwicklung der Dorstener Bewerbungen ist Christina Pachaly jedenfalls sehr gespannt. Eines ist für sie allerdings jetzt schon klar: Kulturhauptstadt hin oder her, bei ihrer nächsten Reise ins Ruhrgebiet wird sie auf jeden Fall auch wieder Station in Dorsten machen. EK

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