Das Citymanagement in Dorsten soll künftig nicht mehr nur auf die Altstadt beschränkt sein. © Guido Bludau
Wirtschaft

Dorsten soll 2022 einen Citymanager für die ganze Stadt bekommen

Bislang konzentrierten sich die Bemühungen des Citymanagements auf die Innenstadt von Dorsten. Das könnte sich in absehbarer Zeit ändern. Die CDU will das Projekt fortsetzen und ausweiten.

Das Förderprojekt „Wir machen Mitte“ endet Mitte nächsten Jahres, doch ein Citymanagement soll es weiterhin geben. Die CDU dringt auf eine Entscheidung in der Ratssitzung am 1. Dezember, wenn der Haushalt für 2022 verabschiedet wird. Wegen der Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat und weil es schon Vorgespräche mit der Stadtverwaltung gegeben hat, gilt die Zustimmung als sicher.

Nach den Vorstellungen der Union soll das Citymanagement nicht nur für die Altstadt, sondern für alle Handels- und Gastronomie-Immobilien im Stadtgebiet“ zuständig sein. „Eine Zusammenarbeit mit den Werbegemeinschaften in den Stadtteilen ist dabei unerlässlich.“ Der Fokus dürfte aber auch in Zukunft auf der Innenstadt liegen.

Handel in den Städten befindet sich im Wandel

„Der stationäre Einzelhandel befindet sich in allen Städten und Gemeinden sowohl in den Innenstädten als auch den Stadtteilzentren in einem starken Wandel. Die Corona-Pandemie hat diesen Transformationsprozess noch einmal beschleunigt“, heißt es in dem Antrag. „In diesem Zusammenhang soll das Citymanagement auch zukünftige Entwicklungen für eine attraktive Innenstadt und die Stadtteilzentren unter Berücksichtigung der Veränderungen von Handelsstrukturen und Kaufverhalten mitgestalten.“

Knackpunkt ist die Finanzierung: Das Stadtteilbüro „Wir machen Mitte“ wurde aus dem „Topf“ des mehrjährigen Projektes bezahlt. Das scheint in der zweiten Jahreshälfte 2022 auch noch möglich zu sein, weil noch Geld in der Kasse ist. Ab 2023 müsste die Stadt die etwa 100.000 Euro jährlich aufbringen. Mittelfristig, so die CDU, sollten sich die Kaufmannschaften beteiligen, auch neue Fördertöpfe könnten vielleicht angezapft werden.

Als wahrscheinlich gilt, dass das Citymanagement an die städtische Wirtschaftsförderungsgesellschaft WinDor angeschlossen wird, auch eine enge Verzahnung mit der Stadtagentur sei denkbar. „Bei der Stadtagentur sind zusätzliche Synergien mit dem Stadtmarketing zu prüfen.“

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Veränderungen gab es immer, doch nie waren sie so gravierend. Und nie so spannend. Die Digitalisierung ist für mich auch eine Chance. Meine journalistischen Grundsätze gelten weiterhin, mein Bauchgefühl bleibt wichtig, aber ich weiß nun, ob es mich nicht trügt. Das sagen mir Datenanalysten. Ich berichte also über das, was Menschen wirklich bewegt.
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Stefan Diebäcker

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