Dorstener Firma vertreibt die Viren aus der Raumluft

Coronavirus

Ein Dorstener Unternehmen verspricht, die Luft in Räumen zu 99,9 Prozent von Viren, Bakterien und Pilzen zu befreien. Binnen 14 Tagen wurden bereits 100 Firmen mit dem Luftreiniger bestückt.

Dorsten

, 07.11.2020, 09:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Beim „Hair Pirat“ an der Recklinghäuser Straße wird der Luftreiniger bereits genutzt.

Beim „Hair Pirat“ an der Recklinghäuser Straße wird der Luftreiniger bereits genutzt. © privat

Abstand halten, Masken tragen, Hände desinfizieren und viel frische Luft - das sind nach Meinung von Experten die besten Möglichkeiten, einer Infektion mit dem Coronavirus vorzubeugen. Eine Firma aus Dorsten vertreibt nun ein Gerät, das die Luft in geschlossenen Räumen reinigt.

Die Raumluft wird nahezu virenfrei

„Innerhalb von 14 Tagen konnten wir bereits 100 Betriebe mit Stamboli bestücken“, sagt der Dorstener Alfred Sartory. Er ist Geschäftsführer der Smart GmbH, Stamboli heißt der Luftreiniger, der die Raumluft „zu 99,9 Prozent von Viren, Bakterien und Pilzen befreit“.

Sartory und seine Firma sind spezialisiert auf den Ladenbau vor allem in der Friseurbranche. Beim „Hair Pirat“ an der Recklinghäuser Straße wird der Luftreiniger bereits genutzt, die Angestellten dort sprechen laut Sartory beinahe liebevoll von einem „Mitarbeiter“, der die Luft in ihrem Salon reinigt.

„Abstand halten und Maske tragen muss man natürlich trotzdem“, betont Sartory, „aber das Gerät hilft gerade in der kalten Jahreszeit, wenn man Fenster und Türen nur ungern öffnet, die Raumluft zu reinigen.“

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In einer Stunde werden mittels UV-C-Licht 160 Quadratmeter Raumluft durch das Gerät gesogen. Daher eignet sich das Gerät laut Herstellerangaben für Räume von 50 bis 100 Quadratmeter. „Bei entsprechend größeren Räumen geht die Empfehlung zu zwei oder mehr Geräten“, so der Smart-Geschäftsführer. Stamboli kostet um die 700 Euro.

Die in Stamboli verwendeten Lichtröhren strahlen ein ultraviolettes Licht mit einem laut Hersteller Spitzenwert von 253,7 nm aus. Sartory weiß: „In der Friseurbranche und in der Medizin wird UV-C-Licht schon seit vielen Jahrzehnten verwendet, zum Beispiel zur Desinfektion von Kamm, Schere und OP-Werkzeug.“

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