Dorstener meinen: Bahnhofsgebäude muss erhalten bleiben

DORSTEN Elke Indrikson wäre "sehr, sehr traurig darüber", wenn der Dorstener Bahnhof abgerissen würde. "Das ist ein tolles altes Gebäude, das man unbedingt erhalten sollte", erklärte sie gegenüber der Dorstener Zeitung.

von Von Michael Klein

, 07.01.2009, 17:46 Uhr / Lesedauer: 2 min
Noch ist der Zug für das Bahnhofsgebäude nicht abgefahren

Noch ist der Zug für das Bahnhofsgebäude nicht abgefahren

Die Dorstenerin ist nur eine von mehreren Lesern, die sich auf Grund der aktuellen Gedankenspiele der Verwaltung zur Zukunft des Bahnhofs geäußert haben. "Man sollte vielleicht weniger Geld in das Atlantis investieren", fordert Elke Indrikson. Die fehlende Anbindung an die Innenstadt durch die Insellage das Bahnhofs ist für die Dorstenerin kein Argument: "Der Tunnel würde mich nicht abhalten, das Gebäude zu besuchen, wenn da was Vernünftiges drin wäre."

► Ihre Schwester Rita Fochler bezeichnet den Bahnhof als "Schmuckstück", das viele Möglichkeiten bietet. Wie im Halterner Bahnhof könnte man dort einen Stehimbiss und ein Cafe ansiedeln, vielleicht auch eine Kleiderkammer. Die Dorstenerin ist oft mit dem Zug zwischen Dorsten und Essen unterwegs und sieht als Negativbeispiel den modernen Bottroper Haltepunkt an. "Der hat doch gar kein Flair." Rita Fochler würde sogar eine Unterschriftenaktion zu Gunsten des Bahnhofs organisieren.

► Gerhard Nagel schreibt: "Mal wieder eine Schreckensnachricht für ungenutzte, scheinbar nicht mehr der Zeit entsprechende Gebäude." Er schickte uns einen Internet-Link zum Hundertwasserbahnhof in Uelzen. "Über eine solche Schiene könnten viele Besucher nach Dorsten kommen." Seines Erachtens sah der Bahnhof in Uelzen vorher noch schlimmer aus als der in Dorsten.

► Angelika Rommeswinkel würde es schlimm finden, wenn der Bahnhof weg wäre. "Für seinen Erhalt sollte man eine Interessensgemeinschaft gründen", sagt sie. "Ich wäre dabei und würde sogar Geld spenden", so die Dorstenerin. Durch einige Neubauten sei das Dorstener Stadtbild schon verschlechtert worden, da müsse zumindest der Bahnhof stehen bleiben. "Gute Gastronomie passt da rein, wie im Bahnhof Nord in Bottrop."

► Edith Ketteler-Fischer kam Dienstag aus dem Urlaub zurück und war "total geschockt", als sie die Geschichte in der Zeitung las. "Ich dachte, aus dem Bahnhof würde man was draus machen." Die 53-Jährige hätte dort gerne ein Cafe gesehen, "wo man es sich schon ein halbes Stündchen vor Abfahrt des Zuges bequem machen kann".

► Walburga Bruns aus Dorsten sagt, man soll unbedingt Geld in den Erhalt des Gebäudes stecken. Auch sie kann sich Gastronomie im Bahnhof vorstellen. "Oder man beauftragt Leute, die Ideen entwickeln."

Der Bahnhof, so meinten die meisten Anrufer, sei auch eine Visitenkarte der Stadt für Besucher von außerhalb. Elke Indrikson: "Und es macht keinen guten Eindruck, wenn so ein Gebäude so lange leer steht."

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