„Dorstens größter Frischemarkt“ eröffnet in wenigen Tagen

Auf dem alten Zechengelände

Familie Honsel eröffnet am 31. Januar auf dem alten Zechengelände ihr viertes Edeka-Geschäft in Dorsten. Es wartet mit einigen Superlativen auf.

Dorsten

, 26.01.2018, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
„Dorstens größter Frischemarkt“ eröffnet in wenigen Tagen

Ein Riese unter den Supermärkten in Dorsten: Nächsten Mittwoch öffnet Honsels Edeka-Geschäft auf dem alten Zechengelände – eine Millionen-Investition auch in die Zukunft des Familienunternehmens. (Foto: Guido Bludau) © Bludau

Holsterhausen, Rhade, Wulfen-Barkenberg – und jetzt auch Hervest: Das jüngste „Baby“ im Hause Honsel ist verdammt groß geworden. Firmenchef Ralf spricht vom „mit Abstand größten Frischemarkt in Dorsten und Umgebung“.

In Zahlen: 80 Meter lang ist das Gebäude mit der markanten Bergbau-Optik an der Fürst-Leopold-Allee, 38 Meter breit und fast acht Meter hoch. Stahlträger und die dunkle Fassade erinnern an die Tradition des Bergbaus. Mindestens genauso wichtig sind dem Kaufmann die inneren Werte. 2300 Quadratmeter Verkaufsfläche hat der Markt. Und weil das nicht reicht, wartet Honsel mit noch einer architektonischen Besonderheit auf.

Keine Stützen, also mehr Platz

Gebaut wurde nämlich seit der Grundsteinlegung im April 2017 stützenfrei. Das heißt, dass die riesige Halle freispannend ist und somit ihre Raumwirkung komplett entfalten kann. Das sieht nicht nur besser aus. „Wir konnten die Regale so stellen, wie wir es wollten. Und nicht, wie es uns Stützen vorgegeben hätten“, sagt Ralf Honsel. „Viele Dorstener kennen das gar nicht oder nur aus dem Urlaub. Der Supermarkt der Zukunft ist offener, übersichtlicher, und der Einkauf soll mehr Spaß machen. Niedrigere Regale brauchen auch mehr Platz.“

Zukunft – der Begriff ist für Ralf Honsel und Ehefrau Martina auch aus einem anderen Grund von elementarer Bedeutung. Denn Tochter Julia ist nach abgeschlossenem Studium ins Familienunternehmen eingestiegen und wird es eines Tages auch leiten. „Der Markt ist ein Haifischbecken“, sagt ihr Vater. „Wenn wir das Grundstück in Hervest nicht bekommen hätten, hätte ich ihr raten müssen, etwas anderes zu machen.“ Jetzt aber zieht die komplette Verwaltung von Holsterhausen nach Hervest, im Obergeschoss des Neubaus haben Vater und Tochter künftig ihre Büros.

Eröffnungstermin wurde zweimal verschoben

Im Jahr 2012 waren die Grundstücksverträge unterschrieben worden, Ende 2014 sollte der Markt eröffnen. Doch da waren die Straßen auf dem Zechengelände noch gar nicht fertig. Auch der zweite Termin im Herbst 2015 platzte,Neben dem Lebensmittelmarkt sollte ein Fachmarkt für Tierfutter und -zubehör oder ein Trinkgut ließen sich aus verschiedenen Gründen nicht realisieren. Es musste umgeplant werden und das hatte auch baurechtliche Konsequenzen, sodass Ralf Honsel erst im Januar 2017, also vor einem Jahr, die Baugenehmigung erhielt.

Vorbei die Zeit des Wartens und der Ungewissheit. Am nächsten Mittwoch wird eröffnet. Gefeiert wird am Abend zuvor schon mit „wichtigen Menschen“. Familie Honsel wird vermutlich viele Hände schütteln müssen.

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