Dr. Computer erleichtert das Heilen

06.07.2007, 17:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dorsten Im Krankenhaus geht es darum, Patienten aus Fleisch und Blut schnell und wirksam zu helfen. Damit dies besonders gut gelingt, ist es jedoch hilfreich, wenn ein «Doppelgänger» des Kranken im Computer existiert: Der «elektronische Patient» erleichtert und beschleunigt Betreuung und Behandlung.

Bereits im Herbst 2006 hat daher das St.-Elisabeth-Krankenhaus entschieden, ein neues digitales Informationssystem einzuführen. In Aktenordnern soll auf Papier künftig nur noch dokumentiert werden, was vom Gesetzgeber in dieser Form vorgeschrieben ist.

Zeitsparend

«Alles weitere wird in elektronischen Patientenakten gebündelt, die von Zugriffsberechtigten jederzeit von allen Orten im Krankenhaus eingesehen können», beschreibt Guido Bunten, stellvertretender Geschäftsführer der Klinik, das erklärte Ziel. Denn es spricht viel dafür, wenn alle Patienten-Daten auf dem aktuellsten Stand stets für Mediziner, Pflegepersonal und Verwaltung ohne Zeitverzögerung verfügbar sind - von der Terminvergabe bis zur letzten Röntgenaufnahme.

Um die technischen Voraussetzungen zu schaffen und alle Berufsgruppen zu schulen, hat die Krankenhausleitung beträchtliche Summen investiert. Eine Investition, die sich auch für die Patienten auszahlt: «Seit Anfang Mai ist das neue Info-System in Betrieb und hat sich gut bewährt», zieht Bunten eine erste Zwischenbilanz, «ein paar Kinderkrankheiten sind erkannt und werden abgestellt, Verbesserungsvorschläge umgesetzt».

In den kommenden 16 Monaten soll das System nun perfektioniert werden. Außerdem wird angestrebt, 2008 auch niedergelassene Ärzte einzubinden - so können die ambulante Versorgung verbessert und Doppel-Untersuchungen vermieden werden. Auch die Arbeit der Pflegedienste soll in das EDV-System integriert und erleichtert werden.

Gut gesichert

Bei alledem legt die Klinik besonderen Wert auf Sicherheit: Datenschutz wird groß geschrieben, alle elektronischen Unterlagen sind zudem doppelt und dreifach abgesichert und bleiben selbst nach einem Computerabsturz verfügbar.

Die Patienten werden bald die Vorzüge hautnah erleben. Etwa, wenn ihnen per Laptop am Krankenbett gezeigt wird, wie gut ihr Knochenbruch heilt. kdk

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