Dr. Kohl: Bodensanierung startet endlich

Gelände der ehemaligen Dachpappenfabrik

Jahrelang mussten die Anwohner der Straßen "Auf dem Beerenkamp" und "An der Seikenkapelle" auf diesen Termin warten - jetzt ist es soweit: Mit Beginn der nächsten Woche gehen die Vorbereitungen für die Bodensanierung auf dem Areal der ehemaligen Dachpappenfabrik Dr. Kohl endlich los.

Feldmark

, 15.10.2015, 14:48 Uhr / Lesedauer: 1 min

"Die Arbeiten beginnen auf dem Gelände mit der Einrichtung der Baustelle, der Räumung des Baufeldes und der Anlegung von Baustraßen", erklärte Dagmar Stobbe vom Dorstener Planungsamt. Bis die ersten Laster und Bagger anrollen, werden noch zwei Wochen ins Land gehen.

Die Dachpappenfabrik wurde 2001 stillgelegt. Dort wurden mehr als 100 Jahre lang Dachbeläge und Bautenschutzmittel produziert - bis 1960 auf Teerölbasis, was zu erheblichen Verunreinigungen des Bodens geführt hatte. Die Giftstoffe finden sich teils in fünf Metern Tiefe.

Auftrag an Heitkamp

Deswegen muss der kontaminierte Boden auf dem 10 000 Quadratmeter großen Gelände saniert werden. Der Auftrag wurde Ende September an die Bietergemeinschaft Heitkamp vergeben. Bei der Sanierung müssen die noch vor Ort verbliebenen Bodenplatten und Fundamente sowie ein tiefer Schadensherd auf dem ehemaligen Fabrikgelände und dem östlichen Nachbargrundstück entfernt werden.

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Um Geruchsbelästigungen beim Aushub zum Beispiel einer Teergrube zu vermeiden, werden die Arbeiten dort unter einer zeltähnlichen Einhausung durchgeführt. Die Baugruben werden wieder mit sauberem Boden verfüllt. Der belastete Boden wird fachgerecht entsorgt.

40 Lastwagen täglich

Die dazu benötigten LKW werden vor Verlassen des Geländes mit wasserdichten Planen abgedeckt und die Reifen gereinigt. In den Stoßzeiten der Sanierung muss mit täglich etwa 40 LKW-Touren gerechnet werden. "Das ist gut zu handhaben", sagt Dagmar Stobbe. "Bei der Sanierung des Eon-Geländes an der Halterner Straße war die Verkehrsbelastung deutlich größer."

Auf die Anwohner soll möglichst Rücksicht genommen werden. Beeinträchtigungen durch den Verkehr, Lärm und Staub lassen sich jedoch nicht vermeiden. Sofern die Witterung mitspielt und sich keine unerwarteten Vorkommnisse ereignen, werden die Arbeiten sechs Monate dauern.

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