Drei Verletzte nach Brand in Flüchtlingsunterkunft

Bochumer Straße

Bei einem Brand in der Landes-Notunterkunft für Flüchtlinge an der Bochumer Straße sind in der Nacht drei Menschen leicht verletzt worden. Auch Notärzte aus den benachbarten Städten waren im Einsatz. Das Feuer war im Keller der ehemaligen Schule ausgebrochen, 196 Asylsuchende mussten das Gebäude verlassen.

DORSTEN

, 17.02.2017, 06:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Drei Verletzte nach Brand in Flüchtlingsunterkunft

EInen Großeinsatz hatten die Rettungskräfte in der Flüchtlingsunterkunft an der Bochumer Straße in Dorsten.

Aus bislang unbekannten Gründen hatte im Kellergeschoss der ehemaligen Schule an der Bochumer Straße eine Matratze Feuer gefangen, dichter Rauch durchzog das komplette Gebäude. Als die Feuerwehr gegen 2.35 Uhr an der alten Schule an der Bochumer Straße eintraf, hatten alle Menschen bereits mit dem Sicherheitsdienst und dem ASB das Gebäude verlassen. "Das ist alles sehr geordnet abgelaufen, ich muss wirklich ein großes Lob aussprechen", sagte der zuständige Einsatzleiter Wolfgang Schwarz von der Dorstener Feuerwehr am Morgen.

Alle 196 Bewohner wurden in die benachbarte Turnhalle gebracht. Da diese ebenfalls zur Asylunterkunft gehört, war sie geheizt und es gab  dort auch Sitzgelegenheiten.

Neben der hauptamtlichen Wache waren auch drei weitere Löschzüge der Feuerwehr Dorsten im Einsatz. Da in der Anfangsphase nicht abzusehen war, wie viele Verletzte es gibt, alarmierte der Einsatzleiter weitere Kräfte. Auch aus umliegenden Städten wurden Rettungswagen, Notärzte und der leitende Notarzt des Kreises Recklinghausen zur Einsatzstelle in die Dorstener Innenstadt entsandt.

Alle Bewohner untersucht

Der Brandherd im Kellergeschoss war schnell bekämpft. Die Bewohner der Unterkunft wurden alle durch die Notärzte und die Rettungsdienstmitarbeiter untersucht. Ein 29-jähriger Bewohner wurde leicht verletzt und musste - wie zwei weitere Menschen - mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden.

Im Anschluss an die Löschmaßnahmen übernahm die Kriminalpolizei die Ermittlungen zur Brandursache. Nach gut zwei Stunden konnten die ersten unverletzten Bewohner wieder nach und nach zurück in ihre Zimmer kehren. Zuvor wurde das Gebäude mit einem Hochleistungslüfter belüftet und so vom Rauch befreit.

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