Drei von sieben Jung-Störchen wurden im Hervester Bruch beringt

Storchen-Nachwuchs

Drei von insgesamt sieben Storchenküken im Hervester Bruch konnten jetzt beringt werden. Der erste Versuch war noch fehlgeschlagen, weil die Störche sich gegen die Beringung zur Wehr setzten.

Hervest

von Dorstener Zeitung

, 23.06.2021, 15:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Drei von sieben Jungstörchen im Hervester Bruch wurden beringt. Sie heißen Maria, Bernd und Günter.

Drei von sieben Jungstörchen im Hervester Bruch wurden beringt. Sie heißen Maria, Bernd und Günter. © Horst Papenfuß

Bereits seit 2005 ist das Storchenpaar „Werner und Luise“ im Hervester Bruch dank des Heimatvereins Dorf Hervest ansässig. Die beiden waren damals die ersten Störche im Kreis Recklinghausen.

Nachwuchs seit 2006 in Hervest

2006 gab es mit Paul und Pauline den ersten erfolgreichen Nachwuchs. Seitdem waren die Hervester Störche mit bis zu vier Nachkommen pro Jahr maßgeblich an der Verbreitung in Nordrhein-Westfalen beteiligt. 2019 kam ein weiteres Storchenpaar (Horst und Walburga) auf der Westseite des Hervester Bruchs hinzu und 2020 wurde auch auf dem Baum auf der Ostseite ein Nest gebaut.

Fast war 2021 ein Rekord-Jahr

2020 war ein sehr gutes Stochenjahr mit sieben Jungstörchen. Diesmal hätte es mit neun Jungen einen neuen Rekord geben können, wenn nicht auch zwei Küken dem kalten und regnerischen Wetter zum Opfer gefallen wären.

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Leider sind die beiden anderen Nester zur Beringung nur mit einer Leiter zu besteigen, was sich in diesem Jahr als besonders schwierig erwies. Am 15. Juni sollten die drei Jungstörche auf dem Baum beringt werden.

Beim ersten Versuch stellte sich ein Jungvogel auf und drohte abzuspringen und beim zweiten Versuch wollte er den Beringer Michael Jöbkes vom LANUV mit seinem Schnabel hacken, sodass die Beringung aufgegeben werden musste, um niemanden zu gefährden.

So sehen die Ringe aus.

So sehen die Ringe aus. © Horst Papenfuß

Seit 15 Jahren beringt Michael Jöbkes die Jungstörche in Hervest. Und ebenfalls seit 15 Jahren ist Albin Walbrodt mit dem Hubsteiger der Firma Enbergs im Einsatz, ohne den diese Aktion gar nicht möglich wäre. Aber auch durch die gute Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden, der Biostation Lembeck, dem NABU, den Landwirten, den Pächtern und dem Heimatverein konnte es eine Erfolgsgeschichte werden.

Michael Jöbges brachte die Ringe an.

Michael Jöbges brachte die Ringe an. © Horst Papenfuß

Es ist auch gute Tradition, dem beringten Nachwuchs einen Namen zu geben, wofür der Heimatverein Dorf-Hervest verantwortlich ist. Am 17. Juni konnten schließlich drei der sieben Jungstörche von Michael Jöbkes beringt werden. Natürlich bekamen auch sie einen Namen der Paten Maria (Merscher), Bernd (Oberheim) und Günter (Scheuch), allesamt aktive Mitglieder im Heimatverein Dorf Hervest.

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