Effektive Planung gewünscht

Altstadt

DORSTEN Eine bessere Stadtplanung und deren schnellere Ausführung - das wünschen sich viele Dorstener. Auch deshalb kamen sie zahlreich und mit bisweilen energischem Tonfall zum Redaktions-Smart der Dorstener Zeitung am Platz der Deutschen Einheit in der Innenstadt.

von Von Meike Richter

, 20.07.2009, 18:42 Uhr / Lesedauer: 2 min
Im Ostgraben verirren sich viele Autofahrer, denn ein Schild, das die Sackgasse ankündigt, gibt es nicht.

Im Ostgraben verirren sich viele Autofahrer, denn ein Schild, das die Sackgasse ankündigt, gibt es nicht.

So stand zum Beispiel die Verkehrssituation um das Seniorenzentrum St. Elisabeth in der Kritik. Der Westwall sei viel zu stark befahren und das Überqueren schwierig. "Am Westgraben sind schon zum dritten Mal die Zebrastreifen gestrichen worden und die Farbe geht immer wieder ab. Warum nicht einmal in helle Steine investieren?" Die Probleme gehen zuhause weiter: "Schaut man nämlich auf die unteren Balkone, sieht man diese schwarz berieselt." Das lässt offenbar die Bewohner des Seniorenzentrums an Feinstaubbelastungen denken, die es so nicht gibt.

Als nächstes waren die Lippetal-Brücke und die dazugehörige Straße Grund des Ärgers. "Ich habe das verfolgt", erzählt Karl-Heinz Krupka. "2003 wurden Straße und Brücke gebaut. Dabei hat man aber die Telefonleitungen vergessen, also wurde alles wieder aufgerissen. Dann stellte man fest, dass die Brücke ein Hindernis für Schiffe darstellte. Es fehlten ein paar Zentimeter in der Höhe. Sie wurde neu gemacht und dabei kamen die Telefonkabel zu Schaden. 2005 hat man bemerkt, dass die Radwege schief waren. Wieder haben sie die Straße aufgerissen. Sie bauen dort noch heute."Zweite Rechtsabbiegerspur erwünscht

Doch die Smart-Besucher üben nicht nur Kritik, sondern machen auch Verbesserungsvorschläge. Klaus Brauckhoff hält eine zweite Rechtsabbiegerspur für die Kreuzung am Willy-Brandt-Ring für sinnvoll - für diejenigen, die von Gladbeck kommen. "So wie auf der anderen Seite auch - einfach aus der mittleren Spur eine Geradeaus- und Rechtsabbiegerspur machen", erklärt er.

Ein Sackgassenschild wünscht sich eine Dorstenerin mit Mitgefühl für die Autofahrer, die sich im Ostgraben verirren. "Viele Leute fahren sich dabei ihre Autos an den Pollern kaputt, weil es zum Wenden viel zu eng ist".Plakate ragen zu weit in die Fußgängerzone hinein

Auch die Dorstener Fußgängerzone steht in der Kritik. "Alle Läden stellen ihre Ware und Plakate so weit raus, dass jemand wie ich dort schlecht vorbeikommt. Ich sehe nicht gut und bin schon oft irgendwo gegen gelaufen", appelliert eine Passantin, die mit Rollator unterwegs ist, an die Geschäftsinhaber. "In Recklinghausen zum Beispiel oder in Marl-Hüls ist das anders.".

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