Ehemaliger Polizeipfarrer begegnet Kirchenaustritten mit Buch

Vorstellung in Lembeck

Hans-Jürgen Vogelpohl ist ein moderner Missionar mit einfachen, aber originellen Ansichten. Er will vor allem die aus der Kirche Ausgetretenen und Fernstehenden erreichen und ist sich dabei dabei bewusst, wie schwer das ist. Am Dienstag stellte er bei Cosanne in Dorsten-Lembeck zusammen mit dem Münsteraner Alt-Bischof Reinhard Lettmann sein neues Buch "Unsere Tür steht immer offen" vor.

DORSTEN

28.08.2012, 12:09 Uhr / Lesedauer: 2 min
<p>Pfarrer Vogelpohl (r.) und Friedrich Cosanne sind seit vielen Jahren befreundet. Sie lernten sich bei einer Flugzeugsegnung kennen. Beim Flug entstand die Idee zu Vogelpohls neuem Buch. <p></p> privat</p>

<p>Pfarrer Vogelpohl (r.) und Friedrich Cosanne sind seit vielen Jahren befreundet. Sie lernten sich bei einer Flugzeugsegnung kennen. Beim Flug entstand die Idee zu Vogelpohls neuem Buch. <p></p> privat</p>

Das schmale, handliche Büchlein ist nichts für theologische Feinschmecker oder feinsinnige religiöse Denker. Aber es schließt mit griffigen, einfachen Botschaften eine Marktlücke. Seine ermutigende Botschaft lautet: Die Tür zur Kirche steht jedem jederzeit offen. Es lohnt sich, in der Kirche zu sein, weil wir in ihr Gemeinschaft im Glauben erfahren, die Botschaft Jesu hören, Antworten auf die Fragen des Lebens und Werte vermittelt bekommen, Wertschätzung, Trost und gemeinsame Freude erfahren und Nächstenliebe weitergeben können. Vielleicht muss das alles heute so einfach und klar ausgesprochen werden. Hinweis: Hans-Jürgen Vogelpohl (Hrsg.), Unsere Tür steht immer offen - Die Einladung gilt. Benno-Verlag, Leipzig 2012, 5 Euro.
 

Pfarrer machten häufig keine Hausbesuche mehr, Religionslehrer würden nicht mehr ernst genommen, weil sie nur noch Sozialkunde betrieben, und in Generalvikariaten wage aus vorauseilendem Gehorsam heraus niemand mehr, seine Meinung zu sagen. Bei den Theologen aber werde viel zu viel aus dem Kopf heraus und zu wenig aus dem Herzen heraus gemacht. Auf der anderen Seite aber steht die große Schar derjenigen, die skeptisch-distanziert zur Kirche stehen oder ausgetreten sind, aber nach Sinn und Orientierung hungern.

Das schmale, handliche Büchlein ist nichts für theologische Feinschmecker oder feinsinnige religiöse Denker. Aber es schließt mit griffigen, einfachen Botschaften eine Marktlücke. Seine ermutigende Botschaft lautet: Die Tür zur Kirche steht jedem jederzeit offen. Es lohnt sich, in der Kirche zu sein, weil wir in ihr Gemeinschaft im Glauben erfahren, die Botschaft Jesu hören, Antworten auf die Fragen des Lebens und Werte vermittelt bekommen, Wertschätzung, Trost und gemeinsame Freude erfahren und Nächstenliebe weitergeben können. Vielleicht muss das alles heute so einfach und klar ausgesprochen werden. Hinweis: Hans-Jürgen Vogelpohl (Hrsg.), Unsere Tür steht immer offen - Die Einladung gilt. Benno-Verlag, Leipzig 2012, 5 Euro.
 

Weitaus die meisten von ihnen - so ist Vogelpohls Erfahrung - fragen nach dem Sinn des Lebens; und das viel ehrlicher, als man landläufig annehme. Vogelpohl rät, ihnen entgegenzukommen und mit Hilfe der richtigen „Verpackung“ das Gespräch mit ihnen zu suchen. „Wir dürfen sie nicht im Stich lassen. Und wir müssen dringend Antworten auf das große Burn-out-Problem oder die hohe Suizidrate finden.“ Letztlich, daraus macht der frühere Polizeipfarrer keinen Hehl, müsse es in dem betreffenden Seelsorger brennen, um andere zum Glühen zu bringen. „Wir brauchen auch heute einen Saulus, der zum Paulus wird, oder einen Lebemann, der - wie der heilige Augustinus - Bischof wird. Solche Vorbilder muss die Kirche suchen und entdecken.“

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