Ein Ausflug ins alte Gahlen

Gahlen Am 19. Oktober und am 23. November veranstaltet der Heimatverein Gahlen einen Filmabend.

30.07.2007, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im Gemeindehaus sollen an beiden Tagen jeweils ab 20 Uhr Ausschnitte aus Filmen gezeigt werden, die der Verein im Laufe der Zeit gesammelt hat oder die von einzelnen Mitgliedern angefertigt wurden.

Die größte Filmsammlung besitzt Siegfried Biedermann. Er hat sich bereit erklärt, verschiedene Filme zu digitalisieren und sie für die Aufführungen vorzubereiten. Um eine Auswahl zu treffen, kamen die Vorstandsmitglieder Gustav Ruloff, Herbert Gülker, Jürgen Henkel und Rainer Zeppen zum Haus Biedermann, um das umfangreiche Material zu sichten.

WDR-Aufnahmen

Die zweimal eine Stunde umfassende Aufführung wird aus zwei Teilen bestehen. In dem einen Teil werden Ausschnitte ehemaliger Normal-8-Filme aus den 1960er-Jahren gezeigt, außerdem ein Film, den der WDR in den 1960er-Jahren drehte. Die Filme zeigen Gahlen in einem baulichen Zustand, wie ihn die Neubürger nie kennen gelernt haben. Die Kamera schwenkt noch über offene Feldfluren, die heute längst durch geschlossene Siedlungen im Niewerth, am Schmetzberg und am Steinberg bedeckt sind. Altes Handwerk wird im Film ebenso vorgestellt wie geselliges Feiern beim Schützenfest.

Für den anderen Teil der Filmvorführung schneidet Siegfried Biedermann Sequenzen seiner in den letzten zwei Jahrzehnten erstellten Filme zusammen. Obwohl diese Aufnahmen jünger sind, kann man doch auch hier deutliche Veränderungsprozesse im Lippedorf erkennen.

Der Heimatverein bittet Hobbyfilmer, die in früheren Jahrzehnten in Gahlen gefilmt haben, diese Filme leihweise zur Verfügung zu stellen. Auch Filme, die für die eigene Familie gefertigt wurden, können dennoch Szenen von allgemeinem Interesse enthalten, die man heutzutage leicht "herausschneiden" kann, ohne den Originalfilm zu beschädigen. Diese Aufgabe übernimmt Siegfried Biedermann (Tel. 02853/4252) im Gahlener Aap 68.

Die Vorführung soll nicht nur den Gahlener "Pohlbürgern" Erinnerungen an ihre Kinder- und Jugendzeit wachrufen, sondern auch den Neubürgern einen Einblick in das ehemalige Aussehen ihres jetzigen Lebensraumes ermöglichen. H.Sch.

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