Ein buntes Fest der Kulturen

Kermes in Hervest

Vor 27 Jahren wurde im alten Postamt am Holzplatz die „Fatih Camir“-Ditib-Moschee eröffnet. Über 230 Muslime sprechen dort regelmäßig ihr Gebet. Am Wochenende waren es weitaus mehr, denn mit dem Kermes-Fest öffnete die Gemeinde für alle Neugierigen ihre Türen und feierte ein buntes Fest der Kulturen.

Hervest

, 25.05.2015, 14:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein buntes Fest der Kulturen

"Kermes" an der Moschee "Am Holzplatz" wurde am Wochenende zum Fest der Kulturen.

Geschmückt mit türkischen und deutschen Flaggen zeigte die Gemeinde, dass Kermes ein Fest für alle ist: „Bei uns sind immer alle willkommen, aber gerade bei unseren Festen hoffen wir auch darauf, dass sich auch unsere deutsche Nachbarschaft eingeladen fühlt“, sagte Birgül Arik.

Neuer Jugendvorstand

Sie ist Mitglied im neu gegründeten Jugendvorstand und übernahm beim Kermes-Fest die Führungen durch die Moschee. Dass Kermes ein Fest der Kulturen ist, zeigte sich aber nicht nur an der symbolischen Dekoration. Im Innenhof saßen deutsch- und türkischstämmige Besucher gemeinsam an den Tischen und konnten die selbst gemachten Köstlichkeiten zusammen genießen und in einen Austausch kommen: Liebe oder in diesem Fall Integration geht ja bekanntlich durch den Magen.

Kulinarische Spezialitäten

„Zu unseren Festen gehört auch immer eine große Auswahl an kulinarischen Spezialitäten. Man kann sich beim Kermes durch die türkische Küche, ob Süßspeisen oder Herzhaftes, probieren“, erklärte Birgül Arik. Neben dem Essen, dem gemeinsamen Zusammenkommen und dem interkulturellen Austausch standen vor allem für die Kinder auch mehrere Aktivitäten auf dem Programm: Ob ein Feuerwehrauto, das genau unter die Lupe genommen wurde, der Eisstand oder die Hüpfburg – langweilig wurde es auch den Kleinen nicht. „Der Kermes ist ein Fest für Jung und Alt, für Muslime und Freunde aus der Nachbarschaft. Bei uns werden alle herzlich aufgenommen“, betonte Birgül Arik noch einmal.

Im Resümee freute sie sich über die positive Resonanz auf das Fest: „An allen Tagen sind wirklich viele Besucher gekommen. Auch viele Gesichter, die bisher noch nie hier waren, sind diesmal mit dabei gewesen. Das freut uns sehr, schließlich ist unsere Gemeinde ein fester Teil der Nachbarschaft.“

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