Ein Geschenk des Himmels

Wulfen/Mbeya Strom oder fließend Wasser gibt es in ihrer neuen Heimat nicht. Dafür Malaria-Mücken und verschiedene Arten von Giftschlangen. Doch Melanie und Marcelo Reimer stört das nicht. "Wir haben uns gut eingelebt und fühlen uns sehr wohl."

22.07.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Seit Mai leben und arbeiten die beiden Mitglieder der Christlichen Gemeinde auf Schonebecks Hof in Tansania. Ihre selbst gewählte Aufgabe: ein kleines Volk mit Gott und seinem Erlösungswerk in Jesus Christus vertraut zu machen (wir berichteten). Eine Mammutaufgabe, denn die Volksstämme in Mbeya im Südwesten des afrikanischen Staates kennen die Bibel nicht. Buchstaben, Worte und Sätze gibt es in ihrer Sprache nicht. Lautsystem, Wortschatz und Grammatik sind noch nicht erforscht. Doch damit will sich das Ehepaar in den nächsten Jahren mit seinen Kollegen vom Missionswerk Wycliff e.V. in den nächsten Jahren beschäftigen. Um die Sprache schriftlich umzusetzen und den Menschen in Mbeya eines Tages die Heilige Schrift näherbringen zu können.

Grundkenntnisse

Die ersten zehn Wochen haben die gelernte Dolmetscherin (28) und ihr Mann (29) in einer Sprachschule in Iringa verbracht. "Die Zeit reicht natürlich nicht, um Suaheli zu lernen. Aber die Grundkenntnisse helfen, um uns privat und bei der Arbeit verständigen zu können." In Kürze ist die Vorbereitungszeit abgeschlossen, den Umzug nach Mbeya hat das gläubige Paar schon vorbereitet. "Eine Missionarsfamilie hat uns ihren Geländewagen verkauft und nach einigen Mühen haben wir sogar ein wunderschönes, voll möbliertes Haus in der Nähe von Mbeya gefunden, das wir mieten können." Von Luxus kann in der neuen Heimat dennoch keine Rede sein. Das Leben, wissen Melanie und Marcelo Reimer, ist einfach. Gekocht, zum Beispiel, wird auf einem kleinen Kohleherd, der auf dem Lehmboden im Haus aufgestellt wird.

Der Umzug nach Mbeya wurde übrigens um einige Wochen vorgezogen, um sich schneller einleben zu können. Denn im Januar erwartet das Paar zum ersten Mal Nachwuchs. "Wenn weiterhin alles gut verläuft, wird unser Kind hier in Tansania zur Welt kommen." dieb

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