Stefan Diebäcker kommentiert das Millionenprojekt auf dem Gelände der ehemaligen Agathaschule. © Montage Nina Dittgen
Meinung

Ein Millionenprojekt, das der Altstadt von Dorsten guttun wird

Die alte Agathaschule wird abgerissen und mit ihr ein Stück Dorstener (Schul-)Geschichte. Das mag manch einen wehmütig stimmen, doch jetzt wird ein neues Kapitel geschrieben. Gut so!

Die Vereinte Volksbank investiert in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft einen zweistelligen Millionenbetrag in ein Projekt, das Dorsten und speziell der Altstadt guttut.

Das hat zum einen mit Aldi zu tun. Der Innenstadt fehlt derzeit ein zugkräftiger Lebensmittelhändler am südlichen Ende, der die Nahversorgung sichert, gleichzeitig aber die Möglichkeit lässt, den Einkauf des täglichen Bedarfs mit einem Bummel durch die Altstadt zu verbinden. Mir fehlt allerdings noch ein wenig die Fantasie, wie dort ein Verkehrskollaps in Stoßzeiten vermieden werden kann.

Unabhängig davon mangelt es auch an modernem Wohnraum in Innenstadt-Nähe für Menschen, die vielleicht auch ein paar Euro mehr im Portemonnaie haben. Dass sich Interessenten bereits nach den Konditionen für diese zentrale Wohnlage erkundigt haben, belegt, dass es auch für „hochwertiges Wohnen“ in Dorsten einen Markt gibt, der bedient werden will. Der Volksbank ist das nicht anzulasten. Sie ist ein Wirtschaftsunternehmen, ihren Kunden und Mitgliedern verpflichtet, und kein Wohlfahrtsverband.

Die frühzeitigen „Bewerbungen“ zeigen allerdings auch, dass Verhandlungen hinter verschlossenen Türen im Laufe der Zeit eben nicht zwingend dort bleiben, wenn der Kreis der Projektbeteiligten groß ist. Gut, dass es jetzt auch endlich „offiziell“ ist.

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Redaktionsleiter in Dorsten
Veränderungen gab es immer, doch nie waren sie so gravierend. Und nie so spannend. Die Digitalisierung ist für mich auch eine Chance. Meine journalistischen Grundsätze gelten weiterhin, mein Bauchgefühl bleibt wichtig, aber ich weiß nun, ob es mich nicht trügt. Das sagen mir Datenanalysten. Ich berichte also über das, was Menschen wirklich bewegt.
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Stefan Diebäcker