Eine Idylle wie aus einem Kinderbuch

04.07.2007, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Kirchhellen Ein Jahr lang war Andrea del Toro aus Mexiko jetzt in Deutschland zu Besuch. Eine Woche vor ihrer Rückkehr in die Heimat berichtete sie von ihren Erfahrungen.

Die 16-Jährige nahm an einem Austauschprogramm des Rotary-Clubs teil. Wohin sie kommen würde, wusste sie bei ihrer Bewerbung nicht. Letztlich wurde es Kirchhellen und darüber ist sie eigentlich ganz froh. «Meine Mama hat bei einem Besuch gesagt, dass es hier wie in einem Kinderbuch aussieht und sie hat recht», so Andrea. Damit meinte sie die dörfliche Idylle, die ihr bis dahin aus ihrer Heimatstadt Movelia eher unbekannt war.

Viel zu viel Regen

«Das Land hier ist ganz anders», erklärte sie. Dabei entdeckte sie, während ihres Aufenthaltes sowohl positive, als auch negative Seiten. «Hier regnet es zu viel», meinte sie lachend. Aber dann wurde sie schnell wieder ernst. «Es ist hier viel schwieriger Kontakt zu jemanden zu bekommen», so Andrea, die bis vor einem Jahr noch kein einziges Wort Deutsch sprach. Außerdem seien die Deutschen ein wenig langweilig. «Wir feiern viel mehr», klagte sie.

Nicht so konservativ

Aber natürlich lernte sie auch die schönen Seiten kennen. «Die Schulen hier sind viel sauberer», sagte sie. Außerdem sei es in Mexiko wesentlich konservativer und nicht so sicher wie hier. Dort könne sie nicht so einfach lange bei ihren Freunden bleiben.

Freunde hat Andrea in Kirchhellen viele gefunden. Insbesondere am Vestischen Gymnasium, dass sie für die Zeit ihres Aufenthaltes besuchte. Die wird sie sicherlich auch vermissen, doch mit dem Versprechen, dass alle sie in Mexiko besuchen werden, fällt ihr der Abschied nicht ganz so schwer.

Schließlich freut sie sich erstmal auf zu Hause. Auf die Freunde, Familie und das Essen. Dort gibt es nämlich keinen Sauerkraut, denn den mag sie gar nicht. dzi

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