Eislaufen statt Eis schlecken

Start in die Saison

Am Samstag (13.8.) ist die Eissporthalle in die Saison gestartet. Mitarbeiterin Jana Kolbe wagte sich aufs glatte Parkett und berichtet davon, wie es ist, im Hochsommer auf dem Eis zu stehen.

Dorsten

, 14.08.2016, 12:46 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ich stehe mit dickem Pulli und Lederjacke in der fünf Grad kalten Halle und bin erst mal baff: Mindestens 50 hauptsächlich jugendliche Eisläufer tummeln sich schon auf der Fläche. Einige Eis-Junkies konnten es wohl kaum erwarten, bis die Halle wieder öffnet: „Wir haben uns schon richtig auf die Eröffnung gefreut, das Eislaufen macht einfach so viel Spaß“, sagt der 13-jährige Robert Weiss. Im letzten Winter sei er jeden Monat bestimmt fünfmal in der Eishalle gewesen. Die Eröffnung wollten sich sein Freund Nino Schreiber und er nicht entgehen lassen.

Richtig gute Fahrer

Ein Blick auf die Eisfläche verrät mir, dass es sich bei den Besuchern vor allem um richtig gute Fahrer handelt: vorwärts, rückwärts, langsam, schnell, alleine, in der Gruppe oder Händchen haltend. Schon klar, echte Schlittschuh-Fans vermissen ihr Hobby natürlich im Sommer. Jaimie Guzman-Sierra und Jay Blum verraten mir, warum sie es kaum erwarten konnten, ihre Runden auf dem Eis zu drehen: „Man fühlt sich auf dem Eis einfach gut, kann sich frei bewegen, fangen spielen und Freunde treffen.“

Erinnerungen an die eigene Jugend

Als die 12-Jährigen mir das erzählen, erinnere auch ich mich gerne daran, wie ich als Kind unzählige Geburtstage in der Eissporthalle verbracht habe. Damals gab es nichts Besseres, als zu den neuesten Hits durch die Halle zu fetzen. Die Eisdisco gibt es auch heute noch und findet natürlich zur Eröffnung direkt am ersten Abend statt. Dafür hat sich Eishallen-Betreiberin Karin Strauch sogar schon die neueste „Bravo Hits“ besorgt. Nach meinem kleinen Ausflug in die Vergangenheit kommen Robert und Nino wieder an mir vorbei gefahren. Warum geht ihr im Sommer lieber in die Eishalle statt in die Eisdiele? „In den letzten Wochen war das Wetter ja nicht so sommerlich. Außerdem kann man hier auch Eis essen“, sagt Nino Schreiber. Das bunte Slush-Eis gehört für ihn zu einem Besuch in der Eissporthalle dazu.

Als ich die Halle verlasse, fühlen sich 23 Grad im August nach Hochsommer an.

Laufzeiten: montags 17-20 Uhr, mittwochs 15-22 Uhr, donnerstags 15-18 Uhr, freitags 14-19 Uhr, samstags 12-18 Uhr und 19-22 Uhr, sonntags 10-13 Uhr und 14-19 Uhr. Mehr gibt's .

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